Kfz-Betriebe starten durchwachsen ins neue Jahr

Branchenindex: Januar 2020

| Autor: Jakob Schreiner

Markenpartner bewerteten ihre eigen Situation im ersten Monat des Jahres etwas besser als ihre markenunabhängigen Kollegen.
Markenpartner bewerteten ihre eigen Situation im ersten Monat des Jahres etwas besser als ihre markenunabhängigen Kollegen. (Bild: Schreiner/»kfz-betrieb«)

Die Kfz-Branche startet nach einem eher durchschnittlichen Jahr entsprechend verhalten in das neue Jahr. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Branchenindexbefragung von »kfz-betrieb«, BBE Automotive und Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK).

Die Stimmungskurve der freien Servicebetriebe fällt zum Jahresstart um vier Indexpunkte auf 96 Punkte ab und liegt damit exakt auf dem Wert des Vorjahresmonats. Mit dafür verantwortlich: Ein Viertel der befragten Unternehmer bewertete seine eigene wirtschaftliche Situation als „mittelmäßig“. Insgesamt vergaben die freien Werkstätten nach dem Schulnotensystem für ihre Lage eine 2,3 – im Dezember 2019 war es noch eine glatte 2,0.

Unter den Markenbetrieben hingegen zeigte die Stimmungskurve im ersten Monat des Jahres leicht nach oben. Sie stieg um einen Indexpunkt auf 98 an. Damit bewerteten die Markenhändler den diesjährigen Start in das neue Jahr deutlich positiver als den vergangenen. Im Januar 2019 stand das Stimmungsbarometer bei ihnen bei 89 Punkten.

Die markengebundenen Betriebe vergaben für ihre eigene wirtschaftliche Situation wie die Freien eine 2,3. Das lag in erster Linie an der verbesserten Umsatzsituation im Neuwagen- und Werkstattgeschäft. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verbuchten 26 Prozent im Neuwagenverkauf und 41 Prozent in der Werkstatt höhere Umsätze.

Zurückhaltende Prognosen

Entscheidend für den weiteren Jahresverlauf wird die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern sein. Treten die Prognosen der freien und markengebundenen Betriebe so ein, dürfte sich an der Situation im nächsten Monat erst einmal wenig verändern und die Stimmung dort verharren, wo sie jetzt gerade ist. In allen Bereichen rechnet die Mehrheit der Betriebe zwar mit stabilen Umsätzen auf Vorjahresniveau – mehr aber auch nicht.

Weitere Ergebnisse der monatlichen Branchenindexbefragungen finden Sie im Online-Archiv.

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