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Die Illusion genommen
Die Kfz-Innung Niederbayern hat erstmals eine zentrale Freisprechungsfeier veranstaltet. An diesem Vorgehen wolle die Innung auch künftig festhalten, kündigte Obermeister Michael Kramer an. Insgesamt konnte der Obermeister 318 Junggesellinnen und Junggesellen ihren Brief überreichen.
Einen neuen Rekord vermeldete die Kfz-Innung Unterfranken: Zwar sprach die Kfz-Innung mit 278 Jugendlichen weniger Auszubildende frei, dafür kamen rund 800 Teilnehmer zur Feier – so viele wie nie zuvor. Obermeister Roland Hoier beglückwünschte die erfolgreichen Absolventen und nahm ihnen auch gleich die Illusion, dass das Lernen nun ein Ende habe. Denn in der Kfz-Branche verdoppelt sich das Wissen alle fünf Jahre. Trotzdem ist Hoier davon überzeugt, dass die Kfz-Branche ein Wirtschaftszweig mit Zukunft ist.
Gefeiert wurde auch im benachbarten Mittelfranken. „Wir geben Ihnen Ihre Kinder ausgebildet zurück“, sagte Obermeister Karl-Heinz Breitschwert. Er lobte die jungen Männer und Frauen für ihren Einsatz und die bestandenen Prüfungen. Sie hätten Großes geleistet, es sei ein wichtiger Schritt in ihrer beruflichen Entwicklung.
In Berlin kam nicht nur Alexander Fischer, Staatssekretär für Arbeit und Soziales, zur Freisprechungsfeier, sondern der Einladung folgten auch viele der 238 Ausbildungsabsolventen mit ihren Familien und Freunden. Die Anforderungen im Kfz-Handwerk nehmen stetig zu, und eine angestrebte sichere Berufskompetenz muss sich stets an der technologischen Weiterentwicklung orientieren. Diese Dynamik verfolgt die Kfz-Innung Berlin und beweist hiermit, dass das Berliner Kfz-Gewerbe bereit ist für die Zukunft.
Zu einer großen Freisprechungsfeier hatte die Kfz-Innung Dortmund und Lünen ihre erfolgreichen Prüflinge und zahlreiche Gäste eingeladen. Die Kfz-Innung Dortmund und Lünen hat 100 junge Kfz-Mechatroniker in den Gesellenstand erhoben. „Sie sind heute nach dreieinhalb Jahren am Ende ihrer Ausbildung angekommen und werden in den größten Betrieb Deutschlands aufgenommen – das deutsche Handwerk“, so begrüßte Obermeister Christoph Haumann die erfolgreichen Prüflinge.
„Fantastische Möglichkeiten“ für die Selbstständigkeit
Auch die Kfz-Innung Melsungen und die Kfz-Innung Ziegenhain veranstalteten je eine Feierstunde. Der Melsunger Obermeister Rudi Hupfeld lobte das Engagement der jungen Mechatroniker, der Ausbildungsbetriebe und der Berufsschule. Neben der persönlichen Leistung sei auch das Lernumfeld entscheidend für eine erfolgreiche Ausbildung, sagte Hupfeld.
In Bremen sprach Obermeister Hans Jörg Koßmann 40 Prüflinge frei. Er machte den Junggesellen Mut, nach vorn zu blicken und ihre beruflichen Chancen zu nutzen. Für den einen oder andere könnte dies auch der Weg in die Selbstständigkeit sein: „In den kommenden Jahren gibt es eine Vielzahl von soliden Betrieben, die übernommen werden können, sodass man fantastische Möglichkeiten hat, sich selbstständig zu machen.“
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