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Kfz-Innungen sprechen Lehrlinge frei

| Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Die Nachwuchs- und Fachkräfte prägen die Zukunft des Kfz-Gewerbes. In den vergangenen Wochen haben wieder zahlreiche junge Männer und Frauen ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Die Kfz-Innungen haben die Leistungen mit großen Feiern gewürdigt.

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Traditionsbewusstes Handwerk mit Blick in die Zukunft: Hans Jörg Koßmann, Obermeister der Kfz-Innung Bremen, bei der Freisprechung.
Traditionsbewusstes Handwerk mit Blick in die Zukunft: Hans Jörg Koßmann, Obermeister der Kfz-Innung Bremen, bei der Freisprechung.
(Bild: Kfz-Innung)

„Ich bin mir sicher: Das Kraftfahrzeuggewerbe hat nicht nur eine gute Vergangenheit und eine große Tradition, sondern das Kfz-Gewerbe hat auch eine gute Zukunft“, sagte Norbert Barthle bei der Freisprechung der Kfz-Innung Region Stuttgart. Die Zuversicht, die der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium ausdrückt, kommt nicht von ungefähr: Die mehr als 300 Junggesellinnen und Junggesellen, die die Kfz-Innung freigesprochen hat, tragen dazu bei.

Zur Feier des erfolgreichen Lehrabschlusses kamen neben den Junggesellen auch 700 Familienangehörige und Gäste auf die Stuttgarter Oldtimermesse Retro-Classic. Angst vor der Zukunft muss aus Sicht von Barthle niemand haben. Auch in Zeiten von Carsharing hat das eigene Auto für viele oberste Priorität: „Es wird immer Menschen geben, die die Mobilität für sich individuell gestalten wollen.“

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Mit dem Gesellenbrief in der Hand stehen den Ex-Azubis viele Karrierewege offen. Obermeister Torsten Treiber ist sich sicher: „Sie haben bewiesen, dass Sie das nötige Zeug für den nächsten Schritt haben: Werden Sie Servicetechniker und Meister. Mit der Meisterprüfung sind Sie dem Bachelor gleichgestellt. Sie haben glänzende Berufsperspektiven und können sich natürlich auch selbstständig machen.“

Auf der Karriereleiter sind auch zahlreiche Auszubildende der Kfz-Innung Flensburg Stadt und Land eine Stufe weiter. Von 47 Prüfungsteilnehmern erreichten 43 das Ausbildungsziel mit Bravour. „Mit Fleiß und Ausdauer habt ihr ein erstes wichtiges Etappenziel in Eurem Berufsleben erreicht“, sagte Obermeister Günther Görrissen. Jetzt können die Junggesellen den Erfolg ausgiebig genießen. Aber Görrissen schob eine kleine Warnung gleich hinterher: „Wer nicht laufend trainiert, verliert schnell den Anschluss. Also bleibt am Ball und bildet Euch stetig weiter.“

Bei der Kfz-Innung Mittelrhein war die Prüfung in diesem Jahr eine reine Männerveranstaltung. 77 Lehrlinge, ausschließlich junge Männer, sprach die Innung nun frei. „Nun werden Sie nicht mehr ständig kontrolliert und haben mehr Verantwortung“, sagte Obermeister Hans-Werner Norren im Rahmen der Freisprechung. Zur Übernahme der Verantwortung gehöre auch, sich ständig auf dem aktuellen Stand der Entwicklung zu halten und entsprechend weiterzubilden.

Höhere Frauenquote in Schwaben

Da lag in Schwaben die Frauenquote schon etwas höher: Im Rahmen einer großen Freisprechungsfeier sprach die Kfz-Innung Schwaben 323 Kfz-Mechatroniker und neun Kfz-Mechatronikerinnen frei. Hinzu kommen noch neun Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker. Neben mehr als 2.000 kfz-technischen Auszubildenden besuchen rund 120 Kfz-Techniker pro Jahr Vorbereitungslehrgänge auf ihre Kfz-Meisterprüfung im Bildungszentrum der Kfz-Innung Schwaben, das in den letzten Jahren für mehrere Millionen Euro umfassend erneuert wurde.

Traditionsgemäß erhalten die zehn besten Prüflinge bei der Kfz-Innung Köln eine Einladung zu einem ausgedehnten Abendessen. Erstmals wurden neben den Topabsolventen der Wintergesellenprüfung 2016/2017 die Absolventen der Zusatzqualifikation Old- und Youngtimertechnik mit eingeladen. Obermeister Mauss sprach den 15 erfolgreichen Auszubildenden seine Anerkennung aus. Denn sie haben seit dem Beginn im März 2014 insgesamt 180 Unterrichtsstunden für die Zusatzqualifikation „Old- und Youngtimertechnik“ absolviert und dafür ihre Freizeit geopfert.

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