E-Mobilität in Baden-Württemberg Kfz- und Elektro-Handwerk rücken zusammen

Von Holger Zietz

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E-Auto-Käufer sollen eine Lösung aus einer Hand erhalten. Mit der Kfz-Innung Hohenlohe-Franken folgt eine weitere Kfz-Innung der Empfehlung des Landesverbands und kooperiert in Sachen E-Mobilität mit einer Elektroinnung.

Gemeinsam für Elektromobilität: (v. l.) Alexander Gurski vom Kfz-Landesverband Baden-Württemberg, Rainer Biedermann, Obermeister Hohenlohe-Franken, Monika Schaffner, Obermeisterin Elektro-Innung Schwäbisch Hall, Crailsheim, und Steffen Häusler vom Landesverband Elektrohandwerk.
Gemeinsam für Elektromobilität: (v. l.) Alexander Gurski vom Kfz-Landesverband Baden-Württemberg, Rainer Biedermann, Obermeister Hohenlohe-Franken, Monika Schaffner, Obermeisterin Elektro-Innung Schwäbisch Hall, Crailsheim, und Steffen Häusler vom Landesverband Elektrohandwerk.
(Bild: Zietz – »kfz-betrieb«)

Die Kfz-Innung Hohenlohe-Franken traf sich im November mit „ihrer“ Elektro-Innung, um über eine Zusammenarbeit im Bereich der Elektromobilität zu beraten. Gemeinsames Ziel ist, den Kunden und E-Auto-Käufern ein Angebot aus einer Hand bieten zu können.

Zu dem Treffen hat Kfz-Obermeister Rainer Biedermann gemeinsam mit der Elektro-Obermeisterin Monika Schaffner nach Schwäbisch Hall geladen. Der Informationsabend drehte sich um die Belange von Kunden, die im Autohaus ein Elektrofahrzeug kaufen und auch eine Lademöglichkeit für zu Hause wünschen.

Der Kunde soll ein Komplettpaket erhalten und braucht sich nicht mehr auf die Suche nach einem Elektrofachbetrieb zu machen. Der Autohändler verkauft das E-Auto, und ein Elektrofachbetrieb installiert als Kooperationspartner die Ladeeinrichtung, so das Ziel. Das stärke auch die heimische Wirtschaft, erläuterte Biedermann. „Die Wertschöpfung soll in der Region bleiben.“

Die Elektromobilität komme nur weiter, wenn die Frage nach einer funktionierenden Ladeeinrichtung kein Hemmschuh werde, sagte Biedermann. Nur dann werde der Kunde den Schritt zum Elektroauto wagen. Auf einen separaten Ladepunkt zu verzichten, dürfe nicht der Weg sein.

Schaffner warnte als Meisterin im Elektrohandwerk davor, das Elektrofahrzeug dauerhaft an einer normalen Haushaltssteckdose zu laden: „Da muss eine gesonderte Ladeeinrichtung eingebaut werden.“ Im Dauerbetrieb halte eine normale Steckdose den Belastungen nicht stand. Die Brandgefahr sei sehr hoch. Mit etwas Glück, schalte die Sicherung vorher ab, so Schaffner.

Nicht jeder Kfz-Betrieb beschäftige sich mit der Elektromobilität – ähnlich verhalte es sich bei den Elektrobetrieben, erklärte Schaffner. Deshalb könne noch nicht jeder Betrieb eine umfangreiche Ladeeinrichtung mit Lastmanagement usw. einbauen. Das lasse sich aber ändern. Das Elektrohandwerk biete dazu besondere Lehrgänge an.

Alexander Gurski vom Landesverband des Kfz-Gewerbes und Steffen Häusler vom Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg informierten über die Angebote der beiden Landesverbände. Beide Innungen wollen die qualifizierten Betriebe zusammenbringen. Jeder Autohändler, der ein Elektrofahrzeug verkauft, soll in engem Kontakt mit einem qualifizierten Elektrobetrieb stehen.

Den Grundstein für diese Überlegungen haben die Landesverbände für das Kraftfahrzeuggewerbe und das Elektrohandwerk in Baden-Württemberg in ihrer Frühjahrsversammlung 2022 gelegt. Im März hatten sich beide Verbände zu einer gemeinsamen Versammlung in Stuttgart getroffen, um die Zusammenarbeit zu starten.

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