Polestar Knapp 300.000 Neuzulassungen bis 2025

Von Julia Mauritz

Mit einer Modelloffensive und der Expansion in neue Märkte will die schwedische Premium-Elektromarke ihr Wachstum deutlich beschleunigen. In Deutschland setzt Polestar dazu auf digitale Leasing- und Aboplattformen.

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Vorschau auf das Elektro-SUV Polestar 3, das 2022 auf den Markt kommt.
Vorschau auf das Elektro-SUV Polestar 3, das 2022 auf den Markt kommt.
(Bild: Polestar)

Ein neues Modell in jedem der kommenden drei Jahre, die Expansion auf mindestens 30 Märkte bis Ende 2023 und eine Verzehnfachung des globalen Absatzes: Polestar hat ehrgeizige Pläne. „Von nun an dreht sich bei Polestar alles um Wachstum“, unterstrich Thomas Ingenlath, CEO von Polestar, bei einer Veranstaltung in New York vor Investoren und Pressevertretern. Die Neuzulassungen sollen von voraussichtlich 29.000 Einheiten weltweit in diesem Jahr auf voraussichtlich 290.000 Stück bis 2025 wachsen.

Das Performance-SUV Polestar 3, das als drittes Modell des Premium-Elektrofahrzeugherstellers 2022 auf den Markt kommt, spielt im Rahmen dieser Wachstumsstrategie eine zentrale Rolle. Gebaut werden soll der Polestar in den USA – das Werk in Charleston, South Carolina, hatte Volvo im Jahr 2018 eröffnet. „Der Polestar 3 wird das Design von SUVs im Elektrozeitalter definieren“, gab sich Thomas Ingenlath, selbstbewusst. Das Elektro-SUV werde zugleich eines der klimaschonendsten Autos aller Zeiten sein. Ausgestattet mit dem Lidar-Sensor von Luminar und Nvidia-Rechenleistung werde der Polestar 3 auch autonomes Fahren auf der Autobahn ermöglichen.

2023 soll dann der Polestar 4 folgen, ein kleineres, elektrisches SUV-Coupé. Für 2024 ist die Markteinführung des Polestar 5 geplant. Der Viertürer ist eine Weiterentwicklung des Polestar Precept – ein Konzeptfahrzeug, das Polestar im vergangenen Jahr als die Zukunftsvision der Marke in Bezug auf Design, Technologie und Nachhaltigkeit präsentiert hatte. Bis 2030 hat sich Polestar schließlich das ehrgeizige Ziel gesetzt, ein wirklich klimaneutrales Auto zu produzieren.

In Deutschland hatte Polestar von Januar bis November laut KBA 2.162 Fahrzeuge neu zugelassen – ein Plus von 209,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wenn auch auf niedrigem Niveau. Trotz der aktuellen Halbleiterkrise ist Polestar nach Unternehmensangaben weiter lieferfähig.

Leasingaktion mit der ADAC Fahrzeugwelt

Für den rein digitalen Vertrieb bzw. das Abogeschäft hat Polestar zuletzt zwei neue Plattformen mit einer großen Reichweite für sich gewonnen. Sie sollen dazu beitragen, die Markenbekanntheit zu steigern. Der E-Autohersteller bietet den Polestar 2 mit Single Motor jetzt acht Monate lang auf der Online-Leasingplattform „ADAC Fahrzeugwelt“ an, die sich exklusiv an ADAC-Mitglieder richtet. Leasinggeber ist dabei die Leasinggesellschaft Mobility Concept.

„Wir setzen mit der ADAC Fahrzeugwelt auf eine starke Informations- und Vertriebsplattform, um den Zugang zur Elektromobilität zu erleichtern“, sagt Alexander Lutz, Geschäftsführer von Polestar Deutschland. Die monatliche Leasingrate für vorkonfigurierte Modell beginnt unter Berücksichtigung der BAFA-Förderung bei 459 Euro. Probefahren können die ADAC-Mitglieder das Modell in einem der deutschlandweit acht Polestar-Spaces. Wer das Fahrzeug im Dezember bestellt, erhält es bereits rund acht Wochen später.

Auch die Zahl der Aboplattformen, auf denen der Polestar 2 verfügbar ist, steigt weiter. Zu Finn Auto und Like 2 Drive hat sich das Auto-Aboportal der HUK-Coburg namens HUK-Autowelt gesellt. Dort ist der Polestar 2 ab 629 Euro monatlich erhältlich. Im Rundum-Sorglos-Abopreis sind 12.000 Freikilometer inklusive. Die Laufzeit beträgt zwölf Monate. Polestar stellt den Abonnenten eine Fahrzeugzustellung binnen 14 Tagen in Aussicht – in einer Zeit, in der gerade Premiumhersteller unter den Lieferengpässen ächzen, ist das ein enormer Wettbewerbsvorteil.

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