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Kreise: BMW und Daimler prüfen Park-now-Verkauf

| Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Die Automobilkrise lässt die Hersteller nach Liquiditätsquellen suchen. Insidern zufolge könnte die App „Park now“ deshalb verkauft werden. Zudem geht generell der Trend in der Branche wieder hin zur Konzentration auf Kernkompetenzen.

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Die App „Park now“ könnte den Betreiber wechseln.
Die App „Park now“ könnte den Betreiber wechseln.
(Bild: Park now)

Die beiden Autobauer Daimler und BMW prüfen Kreisen zufolge den Verkauf ihrer gemeinsamen Park-App „Park Now“. Die App könnte dabei einige hundert Millionen Euro erlösen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen. Die Überlegungen resultierten aus der Entscheidung der Konzerne, sich auf das Kerngeschäft Automobil zu konzentrieren.

Daimler und BMW haben ihre mobilen Angebote im vergangenen Jahr in das Gemeinschaftsunternehmen „Your Now“ eingebracht, welches fünf Segmente umfasst – unter anderem die Park-App. Die Angebote, mit denen Kunden etwa Taxis, private Fahrer mit Mietwagen oder E-Scooter bestellen können, hat weiteren Kreisen aus dem vergangenen Monat zufolge bereits das Interesse von Uber geweckt.

Für eine Veräußerung spricht einerseits die Krise in der Automobilindustrie, in der ein Verkauf die Liquidität von BMW und Daimler erhöhen würde. Andererseits haben sich Konkurrenten wie General Motors und Ford zuletzt wieder aus branchenfremden Betätigungsfeldern zurückgezogen. In der aktuellen Branchensituation wird die Konzentration aufs Kerngeschäft wieder wichtig.

Den Angaben zufolge sei die Beratungsfirma Rothschild & Co. mit der möglichen Veräußerung beauftragt worden, zitiert Bloomberg die Insider. Weder die Beratungsfirma noch die beiden Autobauer wollten die Meldung kommentieren.

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