Bei der ersten Testfahrt zeigen sich Stärken und Schwächen. So bietet der Innenraum viel Platz und ein gutes Raumgefühl vorne und hinten. Die Sitze könnten mehr Schenkelauflage und Seitenführung bieten. Die Karosserie wirkt übersichtlich, das Cockpit ist horizontal orientiert, aufgeräumt und einfach zu bedienen. Der Motor läuft bei niedrigen Drehzahlen leise, wird aber beim Hochdrehen etwas brummig. Das automatisierte Schaltgetriebe lässt sich mit den Gangwechseln Zeit. Das Multifunktions-Lenkrad bietet auch Schalter für den serienmäßigen Tempomat.
Doch zur Serienausstattung gehört noch mehr: ABS mit Bremsassistent, ESP, Fahrer-, Beifahrer- und Seitenairbags sind ebenso an Bord wie Isofix-Kindersitzbefestigungen, Reifendruckkontrolle, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, Colorverglasung, Licht- und Regensensor, Metallic-Lackierung und Nebelscheinwerfer. 16-Zoll-Leichtmetallfelgen sind ebenso Standard wie ein Audiosystem mit USB- und AUX-Anschluss sowie Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Bordcomputer, elektrische Fensterheber rundum, Klimaanlage, Parksensoren hinten, Sitzheizung vorn und Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung.
Als Zubehör gibt es eine Anhängezugvorrichtung (abnehmbar) und eine Autogasanlage. Die Preise dafür stehen noch nicht fest. Gebremst darf der frontgetriebene Vesta bis zu 900 Kilogramm an den Haken nehmen.
1.250 bis 1.280 Kilogramm Leergewicht bringt der russische Kompakte auf die Waage. 390 bis 420 Kilogramm dürfen zugeladen werden. Leer bietet der Vesta knapp 18 Zentimeter Bodenfreiheit, das reicht dann selbst für abgerockte deutsche Dorfstraßen. Obwohl er etwas hochbeinig aussieht, wirkt das Fahrverhalten straff und noch komfortabel, aber nicht schaukelig. Mit Einzelradaufhängung vorne und Verbundlenkerachse hinten, Scheibenbremsen vorne und Trommelbremsen hinten sind technisch keine Höhepunkte zu erkennen.
Absatzschub und Zukunftspläne
„Wir möchten 1.700 Vesta im Jahr 2017 in Deutschland verkaufen. Gerne an Neukunden wie Führerscheinneulinge und eine junge, bis 30 Jahre alte Klientel“, sagte Dieter Traska, Geschäftsführer von Lada Deutschland, während der Fahrvorstellung Ein erfolgreich abgeschlossener Crashtest und die fünf Jahre Garantie sind weitere gute Argumente für die 240 Händler in Deutschland. Weitere Händler für die Marke werden noch gesucht, denn Lada will das Programm in den nächsten Jahren erweitern.
Als Ableger der Vesta-Limousine soll ein Kombi angeboten und 2018 ein kompakter Crossover eingeführt werden. Eine rustikalere „Cross-Limousine“ wird auch kommen. Nicht zuletzt hat die Marke auch das Thema Sport im Visier. Genügend Erfahrung hat Lada bei der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (World Touring Car Championship, WTCC) gesammelt.
(ID:44538767)