Hardware und Installation
Grob lässt sich sagen, dass AC-Ladesäulen zu Preisen zwischen 600 und 4.000 Euro und DC-Ladesäulen zwischen 10.000 und 30.000 Euro angeboten werden. Welches Gerät das richtige ist, lässt sich dabei nicht pauschal beantworten. Berücksichtigt sollte auf jeden Fall werden, welche Art von E-Fahrzeugen ans Netz soll, da davon die benötigte Stärke abhängig ist. Bei der Wahl sollten Betriebe auch die Kapazitäten des vorhandenen Hausanschlusses im Auge behalten. Sollte dieser nicht ausreichen, können hier Kosten an der Verteilanlage anfallen, die die Ladesäule schnell unrentabel machen.
Hostnik wies außerdem darauf hin, dass die Eigeninstallation durch den Betrieb nicht zulässig ist. Diese müsse durch einen nach NAV (Niederspannungsanschlussverordnung) zugelassenen Netzbetreiber oder Elektroinstallationsbetrieb durchgeführt werden. Entsprechend qualifizierte Innungsbetriebe, sind auf der Seite des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) zu finden. Zudem muss die Ladeeinrichtung beim jeweiligen Netzbetreiber angemeldet werden.
Weiterführende Hilfestellungen und Informationen rund ums Thema Hardware, Installation und Betrieb der Säulen finden Unternehmen bei Anbietern und Herstellern wie beispielsweise bei Mennekes oder Mobilityhouse.
Herausforderung Elektromobilität
Doch nicht nur bei den Ladesäulen gibt es einiges zu beachten. Denn Elektro- und Hybridautos verbreiten sich immer mehr. Für freie Werkstätten heißt das: Sie brauchen Schulungen für ihre Mitarbeiter und neues Equipment für die Reparatur. Denn ohne entsprechende Unterweisung darf ein Mechatroniker an einem E-Mobil nicht einmal mehr die Räder wechseln.
Auf der Fachtagung für freie Werkstätten und Servicebetriebe am 19. Oktober zeigen Branchenexperten auf, was die Elektromobilität für die freien Werkstätten bedeutet und was sie tun müssen, damit sie nicht von einem immer größeren Teil des Wartungs- und Reparaturmarkts ausgegrenzt werden.
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