Leasinganteil der Modelle im Flottenmarkt schwankt stark

Dataforce analysiert die Gewohnheiten der Flottenkunden

| Autor: Andreas Grimm

(Bild: Daimler)

Seat- und Skoda-Modelle werden bei der Anschaffung für Firmenflotten deutlich häufiger geleast als Mercedes-Modelle. Das geht aus der Leasinganalyse 2019 der Marktforschung Dataforce hervor, die vor Kurzem veröffentlicht wurde. Bei der Neufassung, die erstmals auf auf marken- und modellspezifische Besonderheiten eingeht, ergaben sich einige überraschende Erkenntnisse.

Dass Premiumfabrikate sehr häufig in Flotten zu finden sind, ist dabei nicht überraschend. Dennoch sind die Quoten der geleasten Fahrzeuge je nach Fabrikat höchst unterschiedlich. Beispielsweise werden nur vier von zehn Toyota-Fahrzeugen in den Fuhrparks geleast. Bei den BMW-Modellen sind es 67 Prozent. Sehr emsig in Sachen Leasing sind allerdings auch die Flottenbetreuer bei Seat und Skoda, die für ihre Fabrikate deutlich überdurchschnittliche Leasingraten erzielen (siehe Grafik).

Gleichzeitig schwankt der Leasing-Anteil auch auf Modellebene stark. Beispielsweise wird der Skoda Octavia wird häufiger geleast als die Mercedes E-Klasse, Seat-Modelle gehen generell häufiger als Leasingfahrzeuge in die Fuhrparks als Autos von Ford oder Opel. „Fahrzeugsegment und Premiumfaktor können diese Unterschiede nur zum Teil erklären“, macht die Dataforce-Analyse klar.

In einem zweiten Teil beleuchtet die Studie, wie alternative Mobilitätskonzepte in Flotten genutzt werden, speziell Poolfahrzeuge, Bahn und Diensträder. Mehr als jedes dritte Unternehmen mit größeren Fuhrparks ab 50 Fahrzeugen bieten den Mitarbeitern entsprechende Angebote an an (37,9 %). Jeder dritte Fuhrparkmanager erwartet, dass sich diese Angebote in Zukunft noch weiter verbreiten werden. Gründe dafür sehen sie vor allem der Wunsch nach mehr Flexibilität sowie in Umweltaspekten.

Dagegen ist der Hype um die Elektrotretroller und E-Scooter bei den nüchternen Kalkulatoren aus der Flottenverwaltung noch nicht angekommen: 93,3 Prozent der Fuhrparkleiter können mit diesem Thema aktuell nichts anfangen.

Die Leasinganalyse 2019 basiert auf mehr als 21.000 telefonisch erhobenen Profilen von Fuhrparks mit mindestens 5 Fahrzeugen. Angereichert wurden diese Daten mit Befragungen von knapp 1.000 Fuhrpark-Verantwortlichen zu den Themen Services und alternative Mobilität. Die Studie hat 77 Seiten und kostet 3.650 Euro (netto).

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 46029413 / Neuwagen)

Plus-Fachartikel

Die GVO in der Prüfungsphase

Die GVO in der Prüfungsphase

Die EU-Kommission prüft derzeit, ob und wie die GVO weiterentwickelt werden soll. ZDK-Geschäftsführerin Antje Woltermann schildert den aktuellen Stand der Dinge und die Forderungen des Verbands. lesen

Coronakrise: Große Auswirkungen

Coronakrise: Große Auswirkungen

Kurzarbeit verringert das Einkommen der betroffenen Mitarbeiter. Und sie betrifft auch zukünftige Einkünfte – nämlich jene aus der betrieblichen Altersvorsorge. Einvernehmliche Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer können helfen. lesen