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Lexus GS: Bieder war gestern

| Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Mehr als ein Nischenplatz ist im Segment der oberen Mittelklasse für das optisch deutlich aufgewertete Modell nicht mehr frei. Auf dem Verkaufsplan stehen in diesem Jahr 375 Einheiten.

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Der neue Lexus GS ist markanter und dynamischer als sein Vorgänger.
Der neue Lexus GS ist markanter und dynamischer als sein Vorgänger.
(Foto: Lexus)

Mit dem neuen GS, der am 16. Juni in den deutschen Handel rollt, läutet Lexus eine neue Modellära ein. Die vierte Generation der Limousine, die in der oberen Mittelklasse antritt, hat endlich ihr bieder anmutendes Äußeres abgelegt – zugunsten eines deutlich dynamischeren Auftritts, der maßgeblich von dem aggressiven Diabologrill geprägt wird.

Die GS-Käufer haben die Wahl zwischen zwei Motorisierungen: Das Einstiegsmodell, der Lexus GS 250, ist ab 45.200 Euro erhältlich. Angetrieben wird er vor einem neuen 2,5-Liter-V6-Motor, der in Kombination mit einem Sechsstufen-Automatikgetriebe 154 kW/209 PS leistet. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 8,9 Litern auf 100 Kilometern.

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Das Topmodell, der Lexus GS 450h, der ab 54.750 Euro erhältlich ist, kombiniert einen 213 kW/290 PS starken 3,5-Liter-V6-Benzinmotor mit einem Elektromotor. Die Gesamtsystemleistung beträgt damit 254 kW/345 PS. Abgeregelt wird der Antrieb elektronisch bei 250 km/h.

Im kombinierten Modus verbraucht das Hybridmodell 5,6 Liter auf 100 Kilometern – das sind 23 Prozent weniger als der Vorgänger. Dies entspricht einer durchschnittlichen CO2-Emission von 137 g/km. Bei Testfahrten auf österreichischen Bundesstraßen lag der Verbrauch bei rund 7,7 Litern Kraftstoff.

Seine Stärke spielt der GS 450h vor allem im Stadtverkehr aus, wo er zwischen einer roten Ampel und der anderen auch mal rein elektrisch fährt.

Deutlich größerer Kofferraum

Die größte Schwäche der Vorgängergeneration haben die Entwickler des neuen Modells ausgemerzt: Das Kofferraumvolumen des GS 450h ist mit 482 Litern um gute 50 Prozent gewachsen. Gelungen ist das, weil die Batterie jetzt vertikal hinter den Rücksitzen verbaut ist statt wie bisher liegend. Obgleich der neue GS in der Länge gar nicht und in der Breite und Höhe nur leicht gewachsen ist, bietet er den Insassen vorne und hinten mehr Kopf- und Beinfreiheit.

Das Verkaufsziel, das sich Lexus für den GS gesetzt hat, klingt – verglichen mit dem deutschen Wettbewerb – äußerst bescheiden. Lexus-Deutschland-Chef Willi Weber rechnet in diesem Jahr mit 375 verkauften Einheiten.

Das E-Segment schrumpft

Das E-Segment, in dem der GS antritt, ist allerdings für Importlimousinen ohne Dieselantrieb kein leichtes Pflaster. Zum einen gehen die Analysten davon aus, dass das Segment in diesem und in den beiden kommenden Jahren rückläufig sein wird – für 2012 rechnen sie mit einem Rückgang von 180.000 auf 167.000 Einheiten. Zum anderen dominieren die Dieselmotoren das Segment in Deutschland mit einem Anteil von knapp 80 Prozent. Der Anteil der Limousinen beträgt 38 Prozent. Die beiden GS-Varianten sprechen somit gerade einmal sieben Prozent der potenziellen Limousinenkäufer in Deutschland an.

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