Los Angeles Auto-Show 2017: Möge die Macht mit dir sein!

Autor / Redakteur: Stefan Grundhoff / Jakob Schreiner

Beim automobilen Stelldichein in der Westküstenmetropole dominieren einmal mehr Pick-ups und SUVs das Geschehen. Dazu kamen neben dem lang erwarteten Jeep Wrangler, den deutschen Stars Mercedes CLS und BMW i8 Roadster noch der Kraftprotz Corvette ZR1 sowie einige skurrile Vehikel.

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Der Nissan-Stand auf der LA Auto-Show stand ganz im Zeichen von Star Wars.
Der Nissan-Stand auf der LA Auto-Show stand ganz im Zeichen von Star Wars.
(Bild: Grundhoff)

Der Ort könnte für eine Automesse nicht besser gewählt sein: Los Angeles, mitten in der Millionenmetropole unweit des Stapels Center gelegen, wo die Basketballteams der Lakers und Clippers ihre Heimspiele austragen. Unweit der Statue der Basketball-Legende Earvin Magic Johnson pilgern im Spätherbst die Autofans in das Convention Center. Wie jedes Jahr steht die Los Angeles Autoshow international betrachtet im Schatten der großen europäischen Herbstmessen wie dem Pariser Autosalon und vor allem der IAA.

Doch Los Angeles wäre nicht Los Angeles, wenn nicht auch auf der Automesse Hollywood eine Rolle spielte. Nissan feiert die Star-Wars-Reihe mit Autos, die Fluggeräten wie dem weltbekannten X-Wing-Fighter nachempfunden sind. Dazu hämmert aus Lautsprechern der passende Soundtrack und Laserkanonen bellen hochtönig, Weltraumschiffe rauschen vorbei und jeden Moment könnten Luke Skywalker und der sinistere Darth Vader ihre Laserschwerter zücken. Bei dem ganzen Special-Effects-Spektakel geht der neue kompakte Crossover Nissan Kicks beinahe unter. „Oh, diese Farbe ist sicher was für Miami“; jauchzt eine Messebesucherin angesichts des Vehikels in Bonbon-Orange.

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Orange ist scheinbar der aktuell angesagte Farbton bei den Autobauern: Auch der BMW i8 Roadster steht in einer ähnlichen Farbe auf der Messe. Innerhalb von 15 Sekunden verschwindet die Stoffmütze und das bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h. Die Systemleistung des Roadsters beträgt jetzt 275 kW/374 PS. Dank einer 11,6 kWh-Batterie kommt der Zweisitzer rein elektrisch bis zu 53 km weit, erreicht nach 4,6 Sekunden Landstraßentempo und ist bis zu 250 km/h schnell.

Nicht für die Sonne, sondern für den Schnee ist das GMC Sierra All Mountain Concept gedacht. Hinter dem ausladenden Namen verbirgt sich nichts anderes, als ein mächtiger GMC Sierra 2500 HD Pick-up, der sich mit Ketten statt Rädern durch den Schnee wühlt.

Die Hauptattraktion der Kraxler-Fraktion ist allerdings der neue Jeep Wrangler, der für die Offroadmarke genauso sinngebend wie es der 911er für Porsche ist. Deswegen blieb auch das grundlegende Aussehen der Geländewagen-Ikone unangetastet, inklusive des Sechs-Streben-Kühlergrills, den runden LED-Frontscheinwerfer, rechteckigen Heckleuchten und natürlich jede Menge Geländegängigkeit mit einer Watttiefe von stattlichen 76,2 Zentimetern.

Edler und komfortabler ist man im Luxus-Kreuzer Range Rover SV Autobiography unterwegs, den es auch als Plug-in-Hybriden mit 297 kW/404 PS Systemleistung und einer rein elektrischen Reichweite von bis zu 51 Kilometern gibt. Der Brite ist nur in der Langversion und damit einer Beinfreiheit von 1,2 Metern erhältlich, da kommen fast Business-Class-Gefühle auch.

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 Stefan Grundhoff

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