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MAN erweitert E-Modellpalette

| Autor / Redakteur: Holger Schweitzer / Dr. Holger Schweitzer

MAN baut sein Angebot an elektrisch angetriebenen Fahrzeugen für den innerstädtischen Bereich aus. Ab September können Kunden bereits den E-TGE bestellen. Elektrostadtbusse sowie ein E-TGM und der neu entwickelte City Truck Cit-E sollen künftig das Elektroportfolio erweitern.

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Der elektrische TGE ist als erstes Fahrzeug der E-Baureihe von MAN bereits jetzt erhältlich.
Der elektrische TGE ist als erstes Fahrzeug der E-Baureihe von MAN bereits jetzt erhältlich.
(Bild: Schweitzer/»kfz-betrieb«)

Die Neuvorstellungen von MAN auf der diesjährigen IAA Nutzfahrzeuge in Hannover zeigen, wie sich das Münchner Unternehmen künftig ausrichtet. Insbesondere für den innerstädtischen Personennah- und Verteilerverkehr setzt er auf elektrische Antriebe. „Für uns steht fest: Die Zukunft des Waren- und Personenverkehrs in der Stadt ist elektrisch“, sagte Joachem Drees, Vorsitzender des Vorstands von MAN.

Die in Hannover präsentierte Fahrzeugpalette erstreckt sich von elektrisch angetriebenen Varianten des Stadtbusses „Lion's City“ bis zu verschiedenen Nutzfahrzeug von drei bis 26 Tonnen. Bereits in Serie verfügbar ist der auf der IAA vorgestellte Elektrotransporter E-TGE. Der E-Van hat eine Zuladung von 1,75 Tonnen und eine Reichweite von 160 Kilometern.

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Die elektrische Variante des Verteiler-Lkws TGM befindet sich derzeit noch in der Entwicklung. Wie Drees erklärte, soll er ab Ende 2019 in kleinen Stückzahlen gefertigt werden. Die volle Serienproduktion sei ab 2022 geplant.

Ergonomischer elektrischer City-Truck

Als Highlight zeigt MAN auf der Messe den elektrisch angetriebenen City-Truck Cit-E. Der 15-Tonner ist zwischen TGE und TGM angesiedelt und soll eine Reichweite von 100 Kilometer haben. Der Protoyp sei in lediglich 18 Monaten Entwicklungszeit entstanden. 2021 soll die Serienfertigung beginnen.

Der E-Truck zeichnet sich laut MAN durch neue Konzepte und Ideen aus. So verfügt er über einen niedrigen Einstieg und breite Türen. Damit wollen die Münchner den Fahrern im städtischen Lieferverkehr, die bis zu 30 Mal pro Tag ein- und aussteigen würden, zusätzlichen Komfort bieten. Zudem soll die niedrige Sitzposition und die großen Seitenfenster eine gute Rundumsicht gewährleisten. Für zusätzliche Sicherheit soll ein 36-Grad-Kamerasystem sorgen.

Elektrobus mit Zentralmotor

Ein weiteres Einsatzfeld für elektrisch angetriebene Nutzfahrzeuge sieht der Konzern bei Stadtbussen. Erste seriennahe Prototypen des „Lion's City E“ sind auf der IAA zu sehen. Erste Demoflotten des E-Busses sollen 2020 im Alltag in verschiedenen Städten getestet werden.

Die Batterien des elektrischen Stadtbusses befinden sich auf dem Dach und sollen eine Reichweite von bis zu 270 Kilometer ermöglichen. Die Ladezeit betrage etwa drei Stunden. Der Bus wird durch einen Zentralmotor an der Achse angetrieben. Dies schafft laut dem Unternehmen Platz für bis zu vier zusätzliche Sitzplätze.

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