MAN und Scania bieten ab 2020 Elektro-Busse an

Traton will führender E-Hersteller werden

| Autor: dpa

So oder so ähnlich könnte ein E-Bus von Scania aussehen.
So oder so ähnlich könnte ein E-Bus von Scania aussehen. (Bild: Scania)

Die VW-Lastwagentochter Traton will nächstes Jahr die ersten elektrischen Serien-Stadtbusse von MAN und Scania auf den Markt bringen. Traton-Chef Andreas Renschler sagte am Mittwoch in Södertälje bei Stockholm: „In den nächsten zehn bis 15 Jahren könnte jeder dritte Lkw und Bus unserer Marken mit alternativen Antrieben fahren – die meisten davon voll elektrisch.“ Allerdings müsse dafür die entsprechende Infrastruktur vorhanden sein, sagte Renschler.

Die Gruppe entwickle einen gemeinsamen elektrischen Antriebsstrang, der 2020 in den E-Stadtbussen eingesetzt werde, sagte Traton-Entwicklungschef Christian Levin. Bis 2025 wolle Traton jeweils eine Milliarde Euro in Forschung und Entwicklung für Elektromobilität und für Digitalisierung investieren. In der Gruppe sei Scania der Innovationsführer für nachhaltige Transportlösungen. „Unser Ziel ist es, führender Hersteller von E-Lkw und E-Bussen zu werden“, sagte Renschler.

Aktuell bremsen sowohl die mangelnde Ladeinfrastruktur als auch die hohen Anschaffungs- und Betriebskosten für batterieelektrische Fahrzeuge noch die Nachfrage. Auf der Kostenebene dürften batteriebetriebene Lastwagen im Verteilerverkehr und Stadtbusse mittelfristig jedoch mit Dieselfahrzeugen gleichziehen.

Renschler fordert europäischen Lade-Masterplan

Die Politik sollte Kaufprämien zahlen und „einen europäischen Masterplan für Ladeinfrastrukturen“ schaffen, sagte Renschler. In Brasilien habe der Bierkonzern Ambev bei Volkswagen Caminhoes 1.600 E-Lastwagen bestellt, die Auslieferung beginne nächstes Jahr. MAN habe schon 150 elektrische Transporter verkauft.

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