Lucid Marc Winterhoff übernimmt interimsweise das Ruder

Von Julia Mauritz 2 min Lesedauer

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Der kalifornische E-Auto-Hersteller, der weiter rote Zahlen schreibt, verliert seinen langjährigen CEO und Cheftechniker Peter Rawlinson. Er ist künftig bei Lucid nur noch als technischer Berater tätig. Interim-CEO wird der bisherige Leiter des operativen Geschäfts.

Marc Winterhoff hat als Interim CEO von Lucid viele Herausforderungen zu meistern.(Bild:  Lucid)
Marc Winterhoff hat als Interim CEO von Lucid viele Herausforderungen zu meistern.
(Bild: Lucid)

Der kalifornische E-Auto-Hersteller Lucid muss sich einen neuen CEO suchen, nachdem Peter Rawlinson, der zugleich auch Chief Technology Officer (CTO) war, seine Führungsposition niedergelegt hat. Der britische Manager, der im Laufe seiner langjährigen Karriere unter anderem auch bei Tesla das Model S mit entwickelt hatte, wird künftig nur noch als strategischer, technischer Berater des Vorstandsvorsitzenden tätig sein.

Bis ein Nachfolger gefunden ist, übernimmt Chief Operating Officer (COO) Marc Winterhoff interimsweise das Ruder bei Lucid. „Nach der erfolgreichen Einführung des Lucid Gravity habe ich beschlossen, dass es für mich an der Zeit ist, von meinen Aufgaben bei Lucid zurückzutreten. Wir haben uns von einem kleinen Unternehmen mit großen Ambitionen zu einem weithin anerkannten technologischen Weltmarktführer im Bereich der nachhaltigen Mobilität entwickelt“, kommentiert Peter Rawlinson, der Lucid seit 2013 maßgeblich mit aufgebaut hatte, seinen Rücktritt.

Interim-CEO Marc Winterhoff skizziert, welche Aufgaben auf seiner Agenda nun weit oben stehen: „Unser Team konzentriert sich weiterhin darauf, die Produktion des Lucid Gravity hochzufahren, die Markteinführung unserer drei mittelgroßen Plattformfahrzeuge vorzubereiten und die Entwicklung unserer kostengünstigen Atlas-Antriebseinheit fortzusetzen, während wir unsere Kosten aggressiv senken.“ Auch das Technologie-Lizenzierungsgeschäft will der deutsche Manager, der zuvor Partner bei Roland Berger war, ausbauen. Zugleich will er nach weiteren Monetarisierungsmöglichkeiten suchen.

2024 bezeichnet Marc Winterhoff als Jahr der Transformation für Lucid. Im Gesamtjahr hatte das Unternehmen 9.029 Fahrzeuge produziert und 10.241 Fahrzeuge ausgeliefert. 2025 will der Hersteller die Produktion mehr als verdoppeln – auf zirka 20.000 Fahrzeuge.

Der Jahresumsatz von Lucid betrug im vergangenen Jahr 807,8 Millionen US-Dollar. „Wir haben erhebliche Fortschritte bei der Verbesserung unserer Bruttomargen, dem Management unserer Betriebskosten bei gleichzeitigem Ausgleich strategischer Wachstumsinvestitionen und der Stärkung unserer Bilanz mit der Unterstützung des öffentlichen Investitionsfonds (PIF) gemacht“, sagt Gagan Dhingra, Interim-CFO. Im vergangenen Jahr hatte Lucid eine neue Finanzspritze in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar von dem saudischen Staatsfond erhalten – dem größten Anteilseigner des kalifornischen E-Auto-Bauers.

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