Mazda 2 Sport 1.5: Kleines Energiebündel

Autor / Redakteur: Sebastian Viehmann / Praktikant AM

Mazda rechnet sich mit der Gleichung Fünf minus Zwei neue Chancen im B-Segment aus. Fahrspaß bereitet der kleine Japaner in jedem Fall. Parallel zum Dreitürer erweitert ein Dieselmotor die Modellpalette.

Seit dem 323 aus dem Jahr 1996 gab es kein dreitüriges Hatchback-Modell mehr von Mazda. „Da fehlte uns beim Design ein bisschen die Erfahrung“, gibt Masahiko Hondou zu, Chef des Mazda2-Programms. Weil es in Japan kaum Dreitürer gibt, habe man sich an europäischen Mitbewerbern orientiert. Wer den kleinen Zweier so von der Seite sieht, wird denn auch ein wenig an den Opel Corsa erinnert.

Der Mazda ist 3,8 m lang und hat einen rangierfreundlichen Wendekreis von 10,4 m. Die dynamische Linienführung kann sich sehen lassen und passt zur offiziellen Modellbezeichnung: „Sport“ nennt Mazda den kleinsten Zweier. Nachteile der schicken Karosse sind die mangelnde Übersicht beim Spurwechsel und eine ziemlich hohe Ladekante. Der Kofferraum selbst ist mit 250 Litern Durchschnitt, aber immerhin nicht kleiner als beim Fünftürer. Unter der Abdeckung gibt es zusätzlichen Stauraum mit abgetrennten Fächern.

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Ein großes Plus des kleinen Japaners ist sein Innenraum. Statt heller Kunststoff-Wüsten wie bei vielen Konkurrenten beruhigt der Mazda das Auge mit gedeckten Schwarztönen. Das freundlich wirkende Cockpit bietet viel Funktionalität, darunter praktische Ablagen, ein zweigeteiltes Handschuhfach mit separatem Einschub für Zeitschriften oder Straßenkarten und ein Handy-Fach. Die Sitze sind bequem und bieten am Rücken guten Seitenhalt, die Sitzfläche ist jedoch sehr weich geraten.

Fahrer und Beifahrer freuen sich über ein gutes Platzangebot, die zweite Reihe hat weniger zu lachen. Zwar ist die Kopffreiheit selbst für große Personen in Ordnung. Doch an den Knien wird es bei vier Erwachsenen an Bord eng. Die Sitzlehne lässt sich mit einem Zugschalter vom Fond aus entriegeln, eine Einstiegshilfe erleichtert den Zugang.

Sportliches Fahrgefühl

Was den Mazda von den meisten Konkurrenten abhebt, ist das knackige Fahrgefühl. Der kleine Japaner liegt für ein Auto dieser Klasse ausgezeichnet auf der Straße. Die Lenkung ist direkt, Wankbewegungen bei schnellen Lastwechseln gibt es kaum, die Neigung zum Untersteuern hält sich in Grenzen und lässt sich sehr gut beherrschen. Mit dem 103 PS-Benziner an Bord ist der 955 Kilogramm schwere Mazda ein kleines Energiebündel, das zwar mit den Drehzahlen gefüttert werden will, den Fahrer aber mit einer Menge Kurvenspaß entlohnt.

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