Höherer Mindestlohn: Worauf Betriebe achten müssen Mehr Geld, mehr Pflichten

Von Harald Czycholl

Zum 1. Oktober steigt die Lohnuntergrenze auf zwölf Euro pro Stunde. Das wirkt sich auf Kfz-Betriebe aus, auch wenn hier die Fachkräfte höhere Stundenlöhne haben. Es beeinflusst das Lohngefüge, und die Dokumentationspflichten ändern sich.

Dass der Mindestlohn ab Oktober steigt, wird viele Arbeitnehmer freuen. Für die Arbeitgeber hingegen steigen nicht nur die Kosten, sondern es gibt auch mehr Pflichten.
Dass der Mindestlohn ab Oktober steigt, wird viele Arbeitnehmer freuen. Für die Arbeitgeber hingegen steigen nicht nur die Kosten, sondern es gibt auch mehr Pflichten.
(Bild: © adiran_ilie825 - adobe.stock.com )

Millionen Arbeitnehmer in Deutschland erhalten ab dem 1. Oktober 2022 höhere Löhne: Nach dem Bundestag stimmte Mitte Juni auch der Bundesrat der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf zwölf Euro pro Stunde zu. Damit hat der Anstieg der Lohnuntergrenze, der im Bundestagswahlkampf im vergangenen Jahr ein zentrales Wahlversprechen der SPD war, die letzte Hürde der Gesetzgebung genommen. Im ersten Halbjahr 2022 lag der Mindestlohn noch bei 9,82 Euro brutto, zum 1. Juli wurde er auf 10,45 Euro angehoben. Ab dem 1. Oktober sind es dann die nun beschlossenen zwölf Euro je Stunde.

Die direkten Auswirkungen der höheren Lohnuntergrenze auf die Kfz-Branche dürften sich in Grenzen halten: „Das Thema betrifft im Kfz-Gewerbe eher einen kleinen Teil aller Beschäftigten, und zwar diejenigen ohne Fachausbildung“, sagt Ulrich Köster, Pressesprecher beim Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). „Denn für alle ausgebildeten Mitarbeiter in den Kfz-Betrieben liegt der Bruttostundenlohn über zwölf Euro.“ Lediglich auf ungelernte Hilfskräfte beispielsweise in der Fahrzeug-Logistik oder bei 450-Euro-Jobs etwa in der Gebäudereinigung hätte der höhere Mindestlohn direkte Auswirkungen.