Quartalsergebnis Mehr Umsatz bei Stellantis – in Europa weiter rote Zahlen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Der Opel-Mutterkonzern steigert den Umsatz und kehrt nach Verlusten in die Gewinnzone zurück. Allerdings vor allem aufgrund der positiven Entwicklung auf dem nordamerikanischen Markt. Europa bereitet weiter Sorgen.

(Bild:  Rehberg / VCG)
(Bild: Rehberg / VCG)

Stellantis konnte im zweiten Quartal beim Umsatz im Vergleich zum schwachen Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 43,5 Milliarden Euro wachsen. Das teilte der Hersteller am Donnerstag in Amsterdam mit. Vor allem die steigenden Verkäufe im wichtigen Markt Nordamerika gaben Schub. In der Region Europa blieb das Geschäft verhalten. Hier fuhr der Konzern auch im operativen Geschäft weiter rote Zahlen ein. Analysten monierten den Preisdruck in Europa, die Aktie verlor.

Das Papier fiel in Paris zuletzt um 4,5 Prozent auf 5,03 Euro. In diesem Jahr steht der Kursrückgang damit bei fast der Hälfte. Im Frühjahr 2024 kostete die Aktie gar noch über 25 Euro und damit fünfmal so viel. Analyst Philippe Houchois von der US-Investmentbank Jefferies verwies darauf, dass die Preisentwicklung in Europa den Schwung vom nordamerikanischen Markt beim Ergebnis wieder zunichtegemacht habe.

Insgesamt erzielte Stellantis ein bereinigtes operatives Ergebnis von 773 Millionen Euro bei einer Marge von 1,8 Prozent. Das Ergebnis lag damit mehr als dreimal so hoch wie ein Jahr zuvor. Chef Antonio Filosa bestätigte die Jahresprognosen, die ein Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie eine niedrige einstellige operative Marge vorsehen.

Unter dem Strich kehrte der Vielmarkenkonzern mit einem Überschuss von 293 Millionen Euro zurück in die Gewinnzone. Ein Jahr zuvor war ein Verlust von fast 1,9 Milliarden Euro angefallen. Die Verkäufe von Stellantis waren wie bereits bekannt im abgelaufenen Quartal insgesamt um 10 Prozent auf 1,6 Millionen Fahrzeuge gestiegen.

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