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Alexander Bugge zieht positives Resümee zu Leadangebot „Local“

| Autor: Christoph Baeuchle

Alexander Bugge ist Geschäftsführer von Meinauto.de.
Alexander Bugge ist Geschäftsführer von Meinauto.de. (Foto: Meinauto.de)

Herr Bugge, vor etwa einem Jahr ging Meinauto mit der Lead-Vermittlung „Meinauto local“ an den Start. Wo stehen Sie heute?

Alexander Bugge: Unsere Erwartungen waren sehr hoch und wir haben sie übertroffen. Nicht nur von der Kundenseite ist die Resonanz stark, auch von der Händlerseite.

Das ursprüngliche Ziel waren 1.000 teilnehmende Händler nach einem Jahr. Wo stehen Sie?

Das Ziel hatten wir bereits nach einem halben Jahr erreicht. Mittlerweile haben sich mehr als 2.000 Händler registriert.

Sie sind schnell gewachsen. Erreichen Sie damit schon eine Grenze?

Das sehe ich nicht. Wir wollen mit unserem Angebot ja keinen Händler zu 100 Prozent auslasten, sondern sehen uns vielmehr als einen von mehreren Absatzkanälen für Autohäuser. Es ist noch reichlich Raum da.

Was bedeutet reichlich?

Wir haben mehr als eine Viertelmillion Anfragen. Wir spielen in bestimmten Regionen den Händlern mehr Leads zu, als sie bearbeiten können. Jeder Händler hat auch verschiedene Phasen, in denen er sich mal stärker und mal weniger stark um die Leads kümmert. Das hängt sehr von den jeweils verantwortlichen Personen ab.

Wie viele Leads haben Sie in den vergangenen zwölf Monaten verkauft?

Wir vermitteln die Leads und bekommen Geld, wenn daraus ein Verkauf resultiert. Im Oktober haben wir rund 7.000 Leads vermittelt.

Und wie hoch ist die Umwandlungsrate?

Das variiert natürlich stark von Händler zu Händler. Die stärksten Fabrikatsbetriebe schaffen 20 Prozent. Darüber hinaus geht es in der Regel nicht. Die meisten Betriebe liegen bei rund 10 Prozent, freie Händler etwas darunter.

Was ist für den Erfolg entscheidend?

Der Kunde ist bereit, im Autohaus mehr zu bezahlen, wenn er eine entsprechende Dienstleistung erhält. Es reicht nicht, das Internetangebot lediglich mit einem anderen Preis zu versehen. Der Kunde muss das Gefühl haben, ein anderes Produkt zu erhalten. Dann verkaufen die Händler Fahrzeuge und können damit auch eine ordentliche Marge erzielen.

Haben Sie von dem starken Markt profitiert?

Wir haben ein sehr gutes Jahr hinter uns. Inwiefern dies auf unsere eigene Entwicklung oder den Markt zurückgeht, ist schwer zu sagen. Jedenfalls ist das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um rund 30 Prozent gewachsen.

Zu Beginn bekamen Sie von jedem Händler, der über einen Lead ein Fahrzeug verkaufte, 300 Euro. Wie sehen die Preise nun aus?

Wir haben noch das gleiche Preissystem, wollen es aber noch vor Jahresende ändern. Künftig zahlen die Händler für einen vermittelten Kleinwagen weniger, für ein größeres Auto moderat mehr. Damit gehen wir auf die Forderungen der Händler ein.

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