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Mercedes präsentiert die V-Klasse

| Autor: Stephan Richter

Der Autobauer rückt seine neue Van-Baureihe näher an die Pkw-Modelle heran – allein schon über die Namensgebung. Das Modell verzichtet aber auf ein bisheriges Alleinstellungsmerkmal.

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Familientauglich: Die V-Klasse reiht sich in die Mercedes-Neuheiten ein.
Familientauglich: Die V-Klasse reiht sich in die Mercedes-Neuheiten ein.
(Foto: Richter)

Nach vier Jahren Entwicklungszeit bringt die Daimler AG ihre neue V-Klasse ans Licht der Öffentlichkeit. In den vergangenen Jahren hörte die Baureihe auf den Namen Viano; jetzt positioniert der Hersteller seine Großraumlimousine gezielt in der Pkw-Nische und schickt das technisch aufgewertete Modell selbstsicher ins Rennen gegen den T5 des Marktführers VW. Der Nachfolger für den Vito, die Nutzfahrzeugvariante in diesem Segment, ist noch nicht offiziell angekündigt. Vermutlich wird Mercedes dieses Modell zur IAA Nutzfahrzeuge im September folgen lassen.

Das „V“ verdeutliche sehr gut die Vernetzung, mit der die V-Klasse über die Sparten hinweg agiere, sagte der Daimler-Vorsitzende Dieter Zetsche anlässlich der Weltpremiere in München. Ebenso soll das Fahrzeug den Ansprüchen der unterschiedlichsten Kundengruppen gerecht werden: ob nun Familien, Freizeitaktivisten oder im Business-Einsatz. Im Zuge der Kundenfreundlichkeit hat der Hersteller auch gleich die Wartungsintervalle von 25.000 auf 40.000 Kilometer beziehungsweise von einem auf zwei Jahre erhöht.

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Zu Beginn der Entwicklung habe der Hersteller Kundenmeinungen eingeholt und die V-Klasse genau auf die Ergebnisse zugeschnitten, erläuterte Projektmanager Klaus Benzinger. Das Ergebnis sei ein effizientes Fahrzeug mit einem Durchschnittsverbrauch von 5,7 Liter (Top-Motorisierung V 250 Blue-TEC mit 140 kW/190 PS, Anm. d. Red.), gepaart mit einem noch durchzugsstärkeren und agileren Fahrverhalten als beim Vorgänger, sagte Benzinger.

Mit den drei Diesel-Vierzylinder-Einstiegsmotoren zur Markteinführung vergibt Mercedes sein Alleinstellungsmerkmal eines Sechszylinder-Motors in diesem Segment. Sofern es der Markt verlange, könne Mercedes diesen jedoch schnell nachschieben, lenkte Benzinger ein. Auch eine Hybridversion möchte der Projektmanager nicht ausschließen.

Separat zu öffnende Heckscheibe

Dafür wertet der Hersteller seine Großraumlimousine vom Start weg mit bis zu zehn Fahrerassistenzsystemen und technischen Neuheiten auf, die bislang nur in der E- und S-Klasse oder in der neuesten Generation des Sprinters im Einsatz sind. Serienmäßig dabei sind unter anderem der Seitenwind- sowie der Aufmerksamkeits-Assistent.

Komplett neu ist das Touchpad, mit dem die Kunden die Telematik-Funktionen im Fahrzeug steuern können – dieses ist optional erhältlich. In den Basisversionen ist wiederum die getrennt zu öffnende Heckscheibe enthalten.

Seine Markteinführung feiert der neue Hoffnungsträger des Konzerns Ende Mai. Interessierte Kunden können die V-Klasse schon ab dem 6. März bestellen. Der Basis-Nettopreis startet bei 43.900 Euro, sagte Volker Mornhinweg, Leiter Mercedes-Benz Vans, in München.

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