Mercedes startet neues Servicekonzept

Autor Udo Schwickal

Mit einem Pilotprojekt will Mercedes-Benz preissensible Kunden mit mindestens fünf Jahre alten Fahrzeugen in die Markenwerkstatt locken.

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Das Autocenter Schmolke in Osterholz-Scharmbeck ist Pilotbetrieb beim neuen Servicekonzept „Service & Smile“.
Das Autocenter Schmolke in Osterholz-Scharmbeck ist Pilotbetrieb beim neuen Servicekonzept „Service & Smile“.
(Foto: Daimler)

Mercedes-Benz hat ein Pilotprojekt für ein neues Servicekonzept für ältere Gebrauchtwagen gestartet. Partner in dieser Phase sind die Saar-Pfalz-Garage in St. Ingbert, das Autocenter Schmolke in Osterholz-Scharmbeck sowie das Autohaus Anders in Vechta. Das neue Konzept soll zusätzlich zum bewährten Originalservice angeboten werden.

Das neue Serviceangebot „Service & Smile“ richtet sich an Kunden, die ein mindestens fünf Jahre altes Mercedes-Modell fahren. Mit einem kostengünstigen Service und attraktiven Festpreisen will der Hersteller sie an die Markenwerkstatt binden. Das Angebot umfasst gängige Serviceleistungen wie Wartung, Hauptuntersuchung, Ölwechsel, Reifen, Reparatur an Bremsen, Auspuffanlagen oder Stoßdämpfern. Die Festpreise gelten vor allem für die Modelle der A-, B-, C- oder E-Klasse. Neben ausgewählten Servicepaketen liegt der Fokus auf reinen Werkstattleistungen ohne Zusatzleistungen wie beispielsweise Fahrzeugreinigung, Hol- und Bring-Service oder Ersatzfahrzeug.

„Mit dem neuen Konzept garantieren wir kompetenten Service in gewohnt hoher Qualität und möchten damit vor allem Mercedes-Benz-Fahrer überzeugen, die bislang noch nicht zu unseren Kunden zählen“, sagt Lukas Haag, Geschäftsführer der Saar-Pfalz-Garage GmbH in St. Ingbert.

Im Frühjahr 2016 sollen drei weitere Betriebe in Berlin, Nürnberg und Ergolding diesen Service anbieten.

Vorbild für das neue Konzept war möglicherweise das Autohaus Jürgens, das sein „JES“-Programm (Jürgens Economy Service) bereits seit 2012 erfolgreich betreibt.

Der Gewinner des Service Award 2015 von »kfz-betrieb« bietet günstige Reparaturangebote für ältere Mercedes-Fahrzeuge und will damit der freien Konkurrenz entgegentreten. Auch das JES-Konzept verzichtet auf viele Mercedes-Standards wie beispielsweise kostenlose Autowäsche, Hol-und-Bring-Service und Kreditkartenbezahlung. JES steht nur Mercedes-Fahrzeugen offen, die mindestens fünf Jahre alt sind und aus Baureihen stammen, die nicht mehr produziert werden. „Unser Ziel mit JES ist ein geschlossener Kundenkreislauf. Der Kunde soll auch dann bei uns bleiben, wenn die ersten größeren Reparaturen kommen und schließlich bei uns ein neues Fahrzeug kaufen“, hatte Geschäftsführer Franco Barletta im Gespräch mit »kfz-betrieb« erläutert .

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