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Micare PS: Kampf dem Oldtimerklau

Autor: Steffen Dominsky

Die Missing Car Register GmbH ist mit der ersten internationalen Datenbank für gestohlene Autos gestartet. Sie soll die gezielte Suche nach gestohlenen Klassik-Fahrzeugen ermöglichen.

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Immer wieder, wie hier 2015 in Aachen, werden Oldtimerbesitzer gezielte Opfer von Fahrzeugdiebstählen.
Immer wieder, wie hier 2015 in Aachen, werden Oldtimerbesitzer gezielte Opfer von Fahrzeugdiebstählen.
(Bild: dpa)

Mit dem Produkt „Micar PS“ bietet die Missing Car Register GmbH Oldtimerbesitzern die Möglichkeit, ihr Fahrzeug auf einer internationalen Datenbank einzutragen. Ziel der Plattformmacher ist es, die Zahl der stetig steigenden Diebstähle klassischer Fahrzeugen nicht kampflos hinzunehmen. Unter www.micare-ps.com kann jeder sein Fahrzeug kostenlos und dauerhaft einstellen, egal ob gestohlen oder nicht.

Mehrere Eingabemasken erlauben es, ein Fahrzeug ausführlich zu beschreiben. Die hinterlegten Details sollen jederzeit eine Identifizierung des Fahrzeuges ermöglichen. Gestohlene Oldtimer verschwinden somit nicht in irgendeinem Aktenarchiv, sondern werden dauerhaft und transparent gespeichert bzw. sind von jedem abrufbar. Auf Micare PS ist die Suche nach einem gestohlenen Fahrzeug nicht wie bisher nur über die Fahrgestellnummer möglich, sondern kann ganz gezielt erfolgen nach:

  • Hersteller
  • Modell,
  • Fahrgestellnummer,
  • Farbe,
  • Karosserieform und
  • Motor- oder Getriebenummer

Gerade die Suche nach der Motor- oder Getriebenummer sei wichtig, so der Anbieter. Denn ein gewisser Anteil begehrter und gestohlener Klassiker wie Porsche 911 oder Mercedes Pagode werden nicht als Ganzes, sondern zerlegt in Teilen veräußert. Damit soll es auch unerheblich sein, ob die Fahrgestellnummer nach dem Diebstahl manipuliert wurde oder nicht. Egal ob Oldtimerkäufer, Handel, Auktionshaus, Gutachterorganisation, Versicherung oder Leasinggeber: Jeder kann ein Fahrzeug, das ihm angeboten wird, auf einen möglichen Diebstahl überprüfen, so die Idee der Missing Car Gründer Antonina Okhota und Ralf Stumpfernagel.

Selbst wenn der Diebstahl bereits viele Jahre zurückliegt, ist es hilfreich, das Fahrzeug auf einer solchen Plattform einzustellen, denn manche Fahrzeuge werden erst Jahre nach dem Diebstahl sichergestellt. Gerade auch das präventive Einstellen auf der Plattform soll sich auszahlen: Wird der OIdie gestohlen, kann der Besitzer das gute Stück im Handumdrehen auf „gestohlen“ setzen. Eine hektische Suche nach brauchbaren Bildern entfällt damit im Fall der Fälle. Mit „einem Klick“ werden Fahrzeugfotos und eine ausführliche Beschreibung im Register veröffentlicht und fast gleichzeitig auch auf Social-Media-Kanälen gepostet.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group