Michelin und Faurecia wollen gemeinsam Brennstoffzellen entwickeln

| Autor: Jan Rosenow

Der Symbio-Brennstoffzellenantrieb H2 Motiv L eignet sich für Nutzfahrzeuge.
Der Symbio-Brennstoffzellenantrieb H2 Motiv L eignet sich für Nutzfahrzeuge. (Bild: Symbio)

Die beiden französischen Konzerne Michelin und Faurecia gründen ein Joint Venture, um die Wasserstoffmobilität weiter zu entwickeln. Darin werden alle entsprechenden Aktivitäten von Michelin – einschließlich seiner Tochtergesellschaft Symbio – mit denen von Faurecia zusammengebracht. Unter dem fortgeführten Markennamen Symbio will das Gemeinschaftsunternehmen künftig Wasserstoffbrennstoffzellensysteme für Pkws, Nutzfahrzeuge, Lastkraftwagen und andere Anwendungen entwickeln, produzieren und vermarkten.

Brennstoffzellen erzeugen Strom ohne lokale Kohlendioxid- und Schadstoffemissionen und ermöglichen somit eine Elektromobilität ohne große Batterie und ohne den häufigen Aufenthalt an Ladestationen. Besonders für schwere Fahrzeuge wie Lkws oder Busse ist die Brennstoffzelle eine vielversprechende Möglichkeit, Elektromobilität und hohe Reichweite zu verbinden. Brennstoffzellenautos tanken Wasserstoff unter Hochdruck. In wenigen Minuten können sie Treibstoff für mehrere 100 Kilometer Reichweite aufnehmen. Die Brennstoffzellentechnik wurde kürzlich von der Europäischen Union zu einem von sechs „Important Projects of Common Interest“ ernannt.

Schon mehrere 100 Fahrzeuge nachgerüstet

Michelin hat erst am 1. Februar 2019 den Lieferanten von Wasserstoffbrennstoffzellensystemen Symbio übernommen, der nun in dem Joint Venture aufgeht. Symbio bietet mit H2 Motiv L einen modularen Antrieb für Busse, Kleintransporter und Lkws an und hat bereits mehrere 100 Fahrzeuge nachgerüstet.

Faurecia wird sein industrielles Know-how und die strategische Beziehungen zu den Automobilherstellern einbringen. Das Unternehmen entwickelt beispielsweise in Zusammenarbeit mit Stelia Aerospace Composites Wasserstoffhochdrucktanks. Die Vereinbarung zwischen Michelin und Faurecia steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden.

Jan Rosenow
Über den Autor

Jan Rosenow

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 45795165 / Technik)

Plus-Fachartikel

Die GVO in der Prüfungsphase

Die GVO in der Prüfungsphase

Die EU-Kommission prüft derzeit, ob und wie die GVO weiterentwickelt werden soll. ZDK-Geschäftsführerin Antje Woltermann schildert den aktuellen Stand der Dinge und die Forderungen des Verbands. lesen

Coronakrise: Große Auswirkungen

Coronakrise: Große Auswirkungen

Kurzarbeit verringert das Einkommen der betroffenen Mitarbeiter. Und sie betrifft auch zukünftige Einkünfte – nämlich jene aus der betrieblichen Altersvorsorge. Einvernehmliche Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer können helfen. lesen