BMW i3 Mini-Serie markiert das endgültige Aus

Quelle: jr/sp-x

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Mit dem Bau einer Sonderserie schickt BMW den i3 nun endgültig in Rente. Im Leipziger Werk ist damit Platz für ein neues Projekt.

Der 250.000ste i3 zusammen mit Fahrzeugen der finalen „Home-Run“-Sonderserie aus dem BMW-Werk Leipzig.
Der 250.000ste i3 zusammen mit Fahrzeugen der finalen „Home-Run“-Sonderserie aus dem BMW-Werk Leipzig.
(Bild: Hersteller)

Mit der Produktion von zehn Exemplaren einer finalen Sonderserie hat BMWs Elektro-Pionier i3 nun endgültig das Ende des Lebenszyklus erreicht. Zu den seit 2013 gut 250.000 Exemplaren des Kleinwagens gesellen sich nun noch eine Handvoll Sondermodelle, die sich durch 20-Zoll-Räder, elektrisches Glasschiebedach, adaptive LED-Scheinwerfer sowie eine umfangreiche Komfortausstattung mit Leder und zeitgemäßer Infotainment-Technik auszeichnen. Die Kunden der „Home-Run“ Edition durften bei der Produktion ihrer Autos im Werk Leipzig anwesend sein.

Mit dem Ende der Produktion des i3 endet auch eine Ära im BMW-Werk Leipzig. Der i3 wurde in 74 Ländern verkauft. Bei dem Elektroauto kamen erstmals größere Karosserieteile aus carbonfaserverstärktem Kunststoff zum Einsatz.

Gleicher Bauraum – doppelte Kapazität

Die Hochvoltbatterie des i3 wurde seit der Markteinführung kontinuierlich weiterentwickelt und ihre Speicherkapazität dadurch bei unverändertem Bauraum verdoppelt. Mit der 42,2 Kilowattstunden fassenden Batterie sind mittlerweile bis zu 307 Kilometer WLTP-Reichweite drin.

Mit dem i3 konnte BMW nach eigenen Angaben in den ersten Verkaufsjahren 80 Prozent Neukunden erobern. Die allerletzten i3s kosten je 57.500 Euro.

Künftig soll in der Leipziger Fabrik unter anderem die neue Generation des Mini Countryman vom Band laufen, die nächstes Jahr auch in einer rein elektrisch angetriebenen Version auf den Markt kommen wird.

BMW stellt Ersatzteilversorgung für zwölf Jahre sicher

Mit dem Ende der Serienproduktion stellt sich die Frage nach der Ersatzteilversorgung für das Modell – vor allem bei den aufwendig herzustellenden Carbonfaserteilen für die Karosseriestruktur. BMW kündigte auf Anfrage von »kfz-betrieb« an, die Versorgung für zwölf Jahre sicherzustellen. Dass Unfälle von einer Schwere, die ausreicht, die Carbonstruktur zu beschädigen, gar nicht so selten sind, zeigt eine weitere von BMW genannte Zahl: Rund 350 Mal im Jahr werden Ersatzteile für die Passagierzelle des i3 bestellt.

Muss ein Fahrzeug verschrottet werden, können es die Besitzer kostenlos bei einem von BMW zertifizierten Verwerter abgeben. Die Carbonfaserteile werden dann zu einem Rezyklat, das nach BMW-angaben für Kunststoffspritzguss verwendet oder als Kathodenmaterial dienen kann. Die Weiterverwendung gebrauchter Zellen als Quelle für Ersatzteile ist laut dem Autohersteller nicht angedacht.

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