Mitgebrachte Teile: Annehmen oder ablehnen?

Teilehersteller, Großhändler und Juristen warnen die Werkstätten davor, mitgebrachte Ersatzteile einzubauen. Montieren die Unternehmen diese Teile, gehen sie ein Haftungsrisiko ein und gefährden ihre Erträge im Servicegeschäft.

| Redakteur: Norbert Rubbel

Beim Einbau von mitgebrachten Ersatzteilen unbekannter Herkunft gehen die Werkstätten ein erhebliches Risiko ein. Streitigkeiten mit den Kunden sind vorprogrammiert.
Beim Einbau von mitgebrachten Ersatzteilen unbekannter Herkunft gehen die Werkstätten ein erhebliches Risiko ein. Streitigkeiten mit den Kunden sind vorprogrammiert. (Foto: © Vladislav Kochelaevs - fotolia.com)

Rund 20 Prozent der Autofahrer haben schon einmal Ersatzteile, Zubehörartikel und Reifen online gekauft. Die Hälfte von ihnen baute die Teile selbst ein oder nahm dafür Bekanntenhilfe in Anspruch. 35 Prozent der Internetkäufer ließen die Ersatzteile von einer Freien Werkstatt montieren und nur acht Prozent von einem fabrikatsgebundenen Kfz-Betrieb. Dies sind die Ergebnisse der Trend-Tacho-Studie der Redaktion »kfz-betrieb« und der Sachverständigenorganisation KÜS.

Das wichtigste Kriterium für einen Onlinekauf ist der Preis. Dies sagten immerhin 96 Prozent der Käufer. Wie reizvoll der Internetmarktplatz für die Verbraucher im Vergleich zum stationären Handel ist, zeigen die Preisunterschiede von 40 Prozent und mehr. Das Preisvergleichsportal Daparto offeriert den Interessenten beim Kauf von neuen Anlassern, Bremsscheiben und Kupplungen sowie Lichtmaschinen, Wasserpumpen und Zahnriemensätzen „ein großes Einsparpotenzial“. Bei den Wischerblättern könnten sie zum Beispiel bis zu 80 Prozent sparen. Auch bei Betriebsstoffen wie Motoröl winkt den Kunden eine Ersparnis von bis zu 50 Prozent.

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