Studie zu PHEV-Batterien Mitsubishi-Batterien leiden am häufigsten unter Altersschwäche

Von Jakob Schreiner 2 min Lesedauer

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Die Alterung von Plug-in-Hybrid-Batterien hängt nicht nur von der Nutzung ab – auch der Hersteller spielt eine entscheidende Rolle, wie der ADAC in einer umfangreichen Studie herausgefunden hat. Insgesamt hat sich der Mobilitätsclub Modelle von sechs Herstellern genauer angesehen und rät Gebrauchtwagenkäufern grundsätzlich zum Batteriecheck.

 Bei seinem Test bezeichnet der ADAC die Daten von Mitsubishi als „tendenziell auffällig“.(Bild:  Mitsubishi)
Bei seinem Test bezeichnet der ADAC die Daten von Mitsubishi als „tendenziell auffällig“.
(Bild: Mitsubishi)

Plug-in-Hybride von Mitsubishi fallen in einer ADAC-Studie zur Batteriealterung negativ auf: Viele der untersuchten Fahrzeuge zeigen bereits nach überschaubaren Laufleistungen eine ausgeprägte Degradation der Antriebsbatterie. Das ist das Ergebnis einer Auswertung von rund 28.500 Messungen des Batteriegesundheitszustands (State of Health, SoH), die der Mobilitätsclub mit dem Batterie-Testspezialisten Aviloo anhand von Fahrzeugdaten sechs verschiedener Hersteller analysiert hat – mit teils deutlichen Unterschieden.

Mercedes-Benz führt das Feld mit nur geringer Batteriealterung an. Die Volkswagen-Gruppe liegt mit erwartbarer Degradation und wenigen Ausreißern im soliden Mittelfeld, während bei BMW die Alterung zwar ebenfalls erwartbar verläuft, aber erkennbar mehr Ausreißer nach unten auftreten. Ford zeigt ein ungewöhnliches Muster: Anfangs stärkere Alterung, die sich dann abflacht – allerdings fehlen noch Langzeitdaten für eine abschließende Bewertung, so der ADAC.

ADAC-Experten haben über 28.000 SOH-Messungen des Anbieters Aviloo ausgewertet.(Bild:  ADAC)
ADAC-Experten haben über 28.000 SOH-Messungen des Anbieters Aviloo ausgewertet.
(Bild: ADAC)

Dieser geht aber grundsätzlich davon aus, dass bei einem Großteil der ausgewerteten Fahrzeuge die Antriebsbatterie ein durchschnittliches Fahrzeugleben lang halten wird. Neben den herstellerspezifischen Unterschieden ist das Nutzungsprofil entscheidend: Ein höherer elektrischer Fahranteil bedeutet mehr Ladezyklen und führt damit im Schnitt zu einer stärkeren Degradation des Akkus.

Der ADAC empfiehlt folgende SoH-Richtwerte als Orientierung:

  • 50.000 km: mindestens 92 Prozent SoH
  • 100.000 km: mindestens 88 Prozent SoH
  • 150.000 km: mindestens 84 Prozent SoH
  • 200.000 km: mindestens 80 Prozent SoH

Batteriecheck anbieten, Nutzungsprofil analysieren

Liegt der Wert deutlich darunter, könnte dies ein Hinweis auf eine übermäßig gealterte Batterie oder defekte Batteriezellen sein. Im ungünstigsten Fall droht ein wirtschaftlicher Totalschaden, weshalb der ADAC Gebrauchtwagenkäufern generell zu einem Batteriecheck rät. Für Händler und Werkstätten bietet sich hier die Chance, den Check proaktiv anzubieten – dies schafft Transparenz, nimmt Kaufinteressenten die Unsicherheit und kann zum Verkaufsargument werden.

Ebenso wichtig ist die Analyse des künftigen Nutzungsprofils: Wenn der Kunde vorwiegend elektrisch fahren möchte, dann kann ein rein batterieelektrisches Auto die bessere Wahl sein, so der ADAC. Moderne BEVs haben größere Batterien und durchlaufen weniger Ladezyklen – was die Lebensdauer erhöhe.

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