Mitsubishi: Vier Rückrufe für vier Modelle

Probleme bei ASX, Eclipse Cross, Lancer und Outlander

| Autor: Niko Ganzer

(Bild: Mitsubishi)

Vier große Rückrufe gibt es von Mitsubishi zu vermelden. Wie umfangreich sie tatsächlich sind, ließ der Importeur einmal mehr unbeantwortet. Zwei Aktionen für ASX, Eclipse Cross und Outlander betreffen sicherheitsrelevante Assistenzsysteme. Bei ASX, Lancer und Outlander droht ein Absterben des Motors und bei Lancer, Lancer Sportback und Outlander kann sich das Glasdach ablösen.

Das erste Update benötigt die „Active Stability Control“ (ASC) im Modelljahr 2018 des ASX, Eclipse Cross und Outlander (letzterer auch Modelljahr 2017). Die Software im ASC kann fehlerhaft sein. Dies kann auch die Funktion anderer Assistenzsysteme wie adaptiver Geschwindigkeitsregler (ACC) und Antiblockiersystem (ABS) beeinträchtigen. Gleiches gilt für das Auffahr-Warnsystem FCM („Forward Collision Mitigation“).

Für das FCM-System gibt es zudem noch einen eigenen Rückruf, weil dessen Software laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) Fehlinterpretationen auslöst, „wodurch das Fahrzeug selbstständig bremsen könnte“. Hier geht es um unterschiedliche Modelljahre zwischen 2017 und 2019. In beiden Fällen dürften Updates in der Werkstatt Abhilfe schaffen.

Rückrufe aus den USA bekannt

Eine „fehlerhafte Konstruktion innerhalb des Riementriebs kann zum Bruch der seitlichen Riemenführung am Riemenspanner und in der Folge zu einem Motorenausfall führen“. Dieses Problem meldet das KBA seit Ende November für die Baujahre 2008 bis 2012 des ASX, Lancer und Outlander. Da es diesen Rückruf Anfang des Jahres schon in den USA gab, ist die Abhilfemaßnahme bekannt: Austausch des Riemenspanners.

Gleiches gilt für den letzten Rückruf für die Baujahre 2006 bis 2012 des Lancer (Sportback) und Outlander. Die Werkstatt ersetzt bei diesen Fahrzeugen das Glas des Schiebedachs. Aufgrund der fehlerhaften Verklebung ab Werk droht sonst ein Ablösen des Glasdaches. Von beiden letztgenannten Aktionen waren in den USA insgesamt über 260.000 Fahrzeuge betroffen, so dass auch hierzulande eine stattliche Summe in die Vertragswerkstätten einbestellt werden dürfte.

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