Mobile.de will Autohäusern Zugang zu schwer erreichbaren Zielgruppen verschaffen

Autor: Martin Achter

Händler sollen mithilfe der Börse künftig Nutzer erreichen können, die deren Autosinserate sonst vielleicht nie sehen würden. Die Plattform will bis zur Jahresmitte einen entsprechenden Marketingservice einführen. Eine neue Preiserhöhung schließt Mobile 2019 nicht aus.

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Malte Krüger, Geschäftsführer von Mobile.de.
Malte Krüger, Geschäftsführer von Mobile.de.
(Bild: Achter / »kfz-betrieb«)

Onlinenutzer sollen Fahrzeuginserate von Händlern künftig auch auf den Websites von Drittanbietern sehen können – ohne dass die Nutzer vorher auf Mobile.de oder auf einer Händlerwebsite vorbeigeschaut haben. Einen entsprechenden Onlinemarketing-Service für Autohäuser will die Plattform „voraussichtlich bis zur zweiten Jahreshälfte“ einführen, sagte Geschäftsführer Malte Krüger im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Dabei handele es sich um zusätzliche Reichweite, die sich Autohäuser zukaufen könnten.

Der neue Service sei kein sogenanntes Retargeting, mit dem Nutzern auf den Websites von Drittanbietern Fahrzeugwerbung angezeigt werden kann, wenn diese zuvor auf Mobile.de oder einer Händlerwebsite unterwegs waren, sagte Krüger: „Das Internet besteht nicht nur aus Mobile.de oder Händlerwebsites. Und es gibt Zielgruppen, die dort nie hinkommen. Wir wollen es Händlern ermöglichen, auf Seiten von Drittanbietern genau diese Kundenkreise zu erschließen.“

Bei dem neuen Onlinemarketing-Service handele es sich um sogenanntes Programmatic Advertising. Diese besondere Form der Vermarktung von Werbeplätzen durch Websitebetreiber erlaubt es, dass werbende Unternehmen wie Autohäuser online gezielt einzelne Kundengruppen ansprechen können, die deren Zielgruppenbeschreibungen entsprechen. Basis dafür sind die Nutzungsdaten, die Verbraucher online preisgeben. Zu Programmatic Advertising haben meist nur Unternehmen mit größeren Werbebudgets Zugang.

Abgesehen von Produktneuerungen in diesem Jahr sprach Krüger mit »kfz-betrieb« auch über die Preispolitik der Plattform. Eine neue Preiserhöhung für Händler in diesem Jahr wollte Krüger auf Nachfrage nicht ausschließen: „Wir prüfen jedes Jahr unsere Preisstruktur. Klar ist, dass die Leistung, die wir bieten, und der Preis dafür in einem Zusammenhang stehen.“

Das vollständige Interview mit Malte Krüger lesen Sie in Ausgabe 9 von »kfz-betrieb« (Erscheinungstag: 1. März 2019).

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 Martin Achter

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Ressortleiter Management & Handel / »kfz-betrieb«