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Motul: So bremst's sich besser

| Autor: Steffen Dominsky

Mit der Einführung von DOT 4 LV und RBF 700 Factory Line erweitert der Schmierstoffanbieter Angebot an Bremsflüssigkeiten für die aktuellen Fahrzeuggenerationen. Sie ergänzen das bisherige Sortiment, bestehend aus den Produkten DOT 3&4 sowie DOT 5.1.

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Von der für den Rennsport entwickelten „Motul RBF 700“ können auch Straßenverfahrzeuge profitieren.
Von der für den Rennsport entwickelten „Motul RBF 700“ können auch Straßenverfahrzeuge profitieren.
(Bild: Motul)

Mit der Einführung von „DOT 4 LV“ und „RBF 700 Factory Line“ erweitert Motul sein Angebot an Bremsflüssigkeiten. So ergänzt erstere das bisherige Sortiment, bestehend aus den Produkten DOT 3&4 sowie DOT 5.1. Die extra niedrig viskose Flüssigkeit („LV“ = low viscosity) ist für moderne Fahrzeuge mit elektronischen Bremsregelsystemen (ABS, ESP, ASR, TCS, EBD) konzipiert. Sie kommt der Anforderung bei diesen Systemen nach schnellen Reaktionszeiten entgegen. Der Nasssiedepunkt von DOT 4 LV liegt bei 172 °C. Hierdurch wird laut Motul eine zuverlässige Bremswirkung auch noch nach zwei Jahren sichergestellt, also zum Ende des üblichen empfohlenen Wechselintervalls der Fahrzeughersteller.

Die Viskosität von 675 mm²/s bei –40 °C ist deutlich niedriger als beim Standard-DOT-3 (bis 1.550 mm²/s), bei DOT 4 (bis 1.800 mm²/s) und DOT 5.1 (bis 900 mm²/s). Sie ermöglicht der Bremsflüssigkeit eine bessere Zirkulation in den verschiedenen Mikroventilen der Antiblockiersysteme. Dadurch wird ein verbessertes Ansprechverhalten von ESP-, ABS- oder ASR-Systemen gewährleistet. DOT 4 LV ist kompatibel mit Flüssigkeiten sowohl in der Erstbefüllung als auch im Service. Sie empfiehlt sich allen voran dort, wo der Hersteller eine DOT-4-Bremsflüssigkeit Klasse 6 (ISO 4925) vorschreibt.

Aufbauend auf der Expertise und den Erfahrungen im internationalen Motorsport hat Motul die neue Bremsflüssigkeit RBF (Racing Brake Fluid) 700 Factory Line entwickelt. Diese soll eine maximale und gleichbleibende Bremskraft bei extremen Temperaturbedingungen ermöglichen, denen eine Bremsanlage im Rennsport standhalten muss. Der Trockensiedepunkt wurde mit 336 °C gegenüber den bekannten Standardwerten deutlich angehoben. Parallel dazu wurde auch der Nasssiedepunkt mit 205 °C angehoben. Diese Werte ermöglichen es laut Hersteller, den Kühlbedarf und damit den auf die Bremsen geleiteten Luftstrom zu begrenzen, was wiederum potenziell die Aerodynamik des Fahrzeugs verbessert. Die neue Bremsflüssigkeit RBF 700 Factory Line erfüllt die DOT-4-Spezifikation, sodass sie auch für leistungsstarke Straßenfahrzeuge geeignet und empfehlenswert ist. Zusätzlich ist RBF 700 Factory Line freigeben von der FIM (Fédération Internationale de Motocyclisme).

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "bike & busines", "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group