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Nach VW-Kündigungen: Keine Zukunft für Autohaus am Brückentor

Autor: Christoph Seyerlein

Nachdem das Autohaus am Brückentor in Eschwege Mitte 2019 seinen Vertrag als Neuwagenhändler für VW verloren hatte, versuchte es sich mit Gebrauchtwagenhandel und Serviceangebot über Wasser zu halten. Ohne Erfolg.

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(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Das Autohaus am Brückentor im hessischen Eschwege muss den Betrieb einstellen. Insolvenzverwalter Henning Jung teilte gegenüber der „Werra-Rundschau“ mit: „Es gibt keine Perspektive auf Sanierung und Fortsetzung der Geschäftstätigkeit.“ Das Unternehmen sei nicht nur zahlungsunfähig, sondern auch überschuldet.

Am Standort in Eschwege geht es nun um die Abwicklungsarbeiten. Eingelagerte Reifen werden laut des Berichts herausgegeben, Fahrzeuge gehen an die Eigentümer. Die Räumlichkeiten sind nicht im Besitz der insolventen GmbH und Co. KG. Das Autohaus hatte zuletzt 25 Mitarbeiter beschäftigt, von denen acht bereits eine neue Stelle gefunden hätten.

Dass der Betrieb in Schwierigkeiten steckt, hatte sich bereits im Laufe des Jahres angedeutet. Im Sommer verlor das Autohaus den Vertrag als Neuwagenhändler für VW. Statt der vom Hersteller geforderten 300 neuen Einheiten pro Jahr verkaufte der Kfz-Betrieb zuletzt nur noch rund 60.

Neue Strategie gescheitert

In der Folge startete das Unternehmen den Versuch, sich auf den Gebrauchtwagenhandel und das Servicegeschäft zu konzentrieren. Mit rund 16 Millionen Euro Umsatz sei das GW-Geschäft schon im vergangenen Jahr die mit Abstand stärkste Säule gewesen, heißt es in der Werra-Rundschau. Der Service brachte zuletzt rund drei Millionen Euro Umsatz ein, der Neuwagenvertrieb zwischen zweieinhalb und drei Millionen Euro.

Allerdings scheiterte die Strategie, nachdem das Autohaus am Brückentor zuletzt auch den Gebrauchtwagenhandel einstellen musste. Im Oktober kündigte dann VW auch noch den Service-Vertrag. Womit das Aus für den Betrieb besiegelt war.

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 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«