Als neuer CEO trägt Ralf Brandstätter seit 1. Juli die Verantwortung für Volkswagen Pkw. In einer Videobotschaft äußerte er sich zu seinen Vorhaben und erklärte, warum er trotz mancher Probleme bei den Wolfsburgern optimistisch in die Zukunft blickt.
(Bild: Volkswagen)
Vor einer Woche hat Ralf Brandstätter seinen neuen Posten als CEO von Volkswagen Pkw angetreten. Zum Start wendete sich der Manager in einer Videobotschaft an die Belegschaft und stimmte diese auf seine Vorhaben ein. Die Corona-Krise verlangt auch dem Autobauer viel ab. Viele Produktionsstätten hatten zeitweise komplett stillgestanden, mittlerweile laufen die Fabriken wieder – allerdings nicht unter Volllast.
Brandstätter sagte deshalb: „Wir müssen Kunden davon überzeugen, jetzt einen Volkswagen zu kaufen. Nur dann kann die Produktion zu voller Kapazität zurückkehren.“ Gleichzeitig müsse der Hersteller mehr denn je auf seine Kosten achten. „Unsere Liquidität hat höchste Priorität. Das erfordert von uns strikte Kostendisziplin. Wir müssen alle Ausgaben doppelt auf ihre Notwendigkeit prüfen“, so Brandstätter.
Er sei trotz der herausfordernden Zeiten „aus drei Gründen optimistisch“, dass sich VW auf dem richtigen Weg befinde, erklärte der CEO. Erstens habe Volkswagen einen „starken Plan“, an dem auch er als neuer Chef festhalte. „Wir werden alles tun, was wir können, um die Elektromobilität und die Digitalisierung voranzutreiben“, sagte Brandstätter.
„Die Zukunft von Volkswagen ist und bleibt elektrisch“
Damit reagierte er auch auf einen Bericht der Zeitschrift „Auto Motor und Sport“, der gewisse Zweifel daran schürte, ob der Autobauer an seiner stark auf Elektromobilität ausgerichteten Strategie festhält. Gegenüber »kfz-betrieb« schrieb Brandstätter in einem Kommentar auf dem Karrierenetzwerk Linkedin wörtlich:
„Die Zukunft von Volkswagen ist und bleibt elektrisch! Das Unternehmen, Dr. Diess und ich selbst haben immer gesagt, dass Volkswagen bis circa 2040 in Europa Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor anbieten wird. Im Gespräch mit der Auto, Motor & Sport-Redaktion habe ich lediglich gesagt, dass wir noch sehr lange Fahrzeuge mit konventionellen Antrieben anbieten werden – was dem Zeitrahmen bis 2040 in keiner Weise widerspricht. 2026 startet voraussichtlich die Entwicklung der letzten Verbrennungsplattform. In den kommenden Jahren werden wir unser Angebot an elektrisch betriebenen mit aller Kraft vorantreiben. Bereits in diesem Jahr bringen wir den ID.3 und den ID.4 auf die Straße. Insofern gibt es weder eine „Relativierung“ noch eine Änderung der Strategie von Volkswagen. Wir halten an unserem Kurs fest.“
Dazu passt auch Brandstätters zweiter Grund zum Optimismus: der ID 3. Das Auto startet im September und ist Volkswagen großer Elektro-Hoffnungsträger. Jetzt gelte es für den Hersteller, noch „die letzte Meile zu gehen“, sagte der Chef.
Als dritten Faktor für seine Zuversicht nannte Ralf Brandstätter die „starken Produkte“ der Marke. In Europa setzt der Manager unter anderem auf den neuen Golf, der bislang überhaupt nicht in die Gänge kommt. Der Marktstart war von mehreren Problemen gezeichnet. Aufgrund von Softwareproblemen hatte VW zeitweise sogar den Verkauf des Fahrzeugs stoppen müssen. Der entsprechende Rückruf läuft.
Auch das hat dazu beigetragen, dass der Golf 8 beispielsweise in Deutschland bislang schwache Absatzzahlen hinlegt. VW/Audi-Partnerverbandspräsident Dirk Weddigen von Knapp hatte kürzlich von einer „Kaufzurückhaltung, die wir bei dem Brot-und-Butter-Modell von Volkswagen bislang noch nicht erlebt haben“ gesprochen. Per Juni lagen die Golf-Neuzulassungen satte 43 Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums. Und das, obwohl damals noch die Vorgängergeneration verkauft wurde.
Brandstätter zeigte sich vom Golf 8 dennoch überzeugt. Dieser gewinne „Vergleichstest um Vergleichstest“ und setze technologische Standards. In den kommenden Wochen und Monaten will Volkswagen weitere Derivate des Modells einführen, beispielsweise GTI, GTE und GTD. Der neue VW-Chef gab sich deshalb selbstbewusst: „Der neue Golf wird uns noch viel Freude bereiten.“
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.