Neuer Porsche Cayenne kommt im Oktober

Autor: Martin Achter

Mit dem Facelift des SUV bringt Porsche erstmals auch eine Plug-in-Hybridvariante auf den Markt. Bei Serienausstattung und Effizienz legt der Hersteller einen drauf – allerdings auch beim Preis.

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Porsche geht im Oktober mit fünf Modellvarianten des neuen Cayenne an den Start.
Porsche geht im Oktober mit fünf Modellvarianten des neuen Cayenne an den Start.
(Foto: Porsche)

Porsche geht im Oktober mit einem Facelift seines SUV Cayenne an den Start – und mit der Hybridisierung des Modells einen Schritt nach vorn. Der Cayenne komme im Zuge der Modellpflege zum 11. Oktober auch als Plug-in-Hybrid „zum Preis des Dieselmodells auf den Markt“, sagte Porsche-Deutschlandchef Klaus Zellmer im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Fahrzeughalter können den Akku des neuen Cayenne S E-Hybrid künftig also auch per Steckdose oder während der Fahrt mithilfe des Verbrennungsmotors aufladen. Beim 2010 eingeführten Cayenne S Hybrid erfolgte die Aufladung per Bremskraftrückgewinnung.

Mit dem Facelift wird es den Cayenne in fünf Varianten geben: Der Cayenne S E-Hybrid wird wie auch der Cayenne S Diesel ab 82.087 Euro erhältlich sein. Damit steigt auch das Preisniveau – und dies zum Teil deutlich: Den Cayenne S Hybrid gab es früher ab 78.636, den S Diesel ab 77.684 Euro. Auf Anfrage erklärte ein Porsche-Sprecher die neuen Preise damit, dass die Serienausstattung gegenüber der bisherigen Version des Cayenne umfangreicher und der Antriebsstrang effizienter gestaltet sei. Dies gelte für alle fünf neuen Modellvarianten.

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Die kleinere Dieselvariante des Cayenne wird künftig ab 66.260 Euro erhältlich sein (bisher: 59.596), der Cayenne S ab 80.183 Euro (zuvor: 76.613 Euro). Den Turbo gibt es ab 128.378 Euro (bislang: 123.856 Euro).

Wichtigster Eckpunkt der Modellpflege ist laut Porsche neben der umfangreicheren Serienausstattung und den Effizienzsteigerungen „ein geschärftes Design“. Der Bug des Fahrzeugs, die vorderen Kotflügel und die Motorhaube seien vollständig neu gestaltet. Sogenannte Airblades – Luftfinnen rechts und links an der Fahrzeugfront – leiten Luft auf die Ladeluftkühler und setzen zudem einen optischen Akzent. Am Heck sind die Leuchten neu gestaltet. Zum Serienumfang gehören eine automatische Heckklappe und ein neues Multifunktionslenkrad.

Porsche überarbeitete nach eigenen Angaben den gesamten Antriebsstrang und erzielte damit „Leistungs- und Drehmomentsteigerung bei gleichzeitiger Verbrauchsreduzierung“. Neu seien eine weiterentwickelte Start-Stopp-Funktion sowie aktive Kühlluftklappen hinter dem mittleren Lufteinlass. Diese öffnen und schließen sich je nach Kühlluftbedarf – bei geschlossenem Zustand ist der Luftwiderstand geringer.

Der Cayenne S E-Hybrid ist laut Porsche „der erste Plug-in-Hybrid im Premium-SUV-Segment“. Ein weiteres Plug-in-SUV ist die kürzlich eingeführte Hybridvariante des Modells Outlander von Mitsubishi.

Mit dem Cayenne S E-Hybrid sind laut Hersteller rein elektrische Fahrten auf Entfernungen von bis zu 36 Kilometern möglich bei Geschwindigkeiten von bis zu 125 Stundenkilometern. Die kombinierte Leistung von Verbrennungs- und Elektromotor beträgt 416 PS/306 kW. Der Gesamtverbrauch der Modellvariante liege bei 3,4 Litern auf hundert Kilometern (79 g CO2/km).

Porsche will alle neuen Cayenne-Modelle Anfang Oktober auf dem Automobilsalon in Paris vorstellen. Die erste Generation hatte der Hersteller 2002 eingeführt. Bis 2010 rollten 276.000 Einheiten vom Band. Von der zweiten Generation verkaufte Porsche bislang 303.00 Einheiten.

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Martin Achter

Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«