Neues Erscheinungsbild für Kia-Händler

Autor / Redakteur: Andreas Wehner / Vera Scheid

Die koreanische Marke hat das neue Designkonzept für die Partnerbetriebe vorgestellt. Noch in diesem Jahr sollen 100 Kia-Händler umgerüstet sein, die übrigen sollen bis Ende 2012 folgen.

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Die Kia-Händler bekommen ein neues Aussehen. Noch in diesem Jahr sollen 100 Partner mit leuchtendem Rot auf sich aufmerksam machen. Bis Ende 2012 sollen alle deutschen Verkaufsstandorte umgerüstet sein. Am Mittwoch hat die koreanische Marke im Düsseldorfer Autozentrum P&A ihre so genannte „Space Identity“ (SI) im Detail vorgestellt. Das Autohaus ist einer der Pilothändler, die bereits vor dem offiziellen Start mit dem neuen Design ausgestattet sind.

Das Konzept umfasst insgesamt 19 Elemente. Wie viele davon bei jedem Händler zum Einsatz kommen, hängt von der Größe der Ausstellungsfläche und den örtlichen Gegebenheiten ab. „Wir prüfen vor Ort, welche Pflichtelemente umgesetzt werden sollten“, erläutert Christoph Schwarz, der als Projektmanager bei Kia Motors Deutschland für das SI-Konzept verantwortlich ist.

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Außen gehören zur Grundausstattung jedes Kia-Verkaufsstützpunktes das rote Fassadenband, der Pylon, ein rotes Eingangsportal zum Showroom sowie eine Kennzeichnung des Servicebereichs. Im Inneren wird das Kia-Rot von einer Markenwand wieder aufgegriffen. Dazu kommen verschiedene Einrichtungselemente, vom Verkäuferarbeitsplatz mit Schreibtisch und Bestuhlung über eine spezielle Präsentation des Teile- und Zubehör-Angebotes und einen Kunden-Wartebereich bis zu einer exponierten Fahrzeugpräsentation.

5.000 Euro Lizenzgebühr plus Liefer- und Montagekosten

Die Kosten für die Pflichtelemente übernimmt Kia. Die Händler müssen allerdings 5.000 Euro als einmalige Lizenzgebühr zahlen. Für weitere Standorte eines Partners fallen jeweils 3.000 Euro an. Hinzu kommen die Kosten für Transport, Montage und bauvorbereitende Maßnahmen, die Kia mit maximal 8.000 Euro beziffert. „Wir haben hier sehr großzügig gerechnet, bei den meisten dürfte es deutlich weniger sein“, so Schwarz.

Bei Händlern, die weitergehende Umbaumaßnahmen planen und sich dabei an die CI-Vorgaben halten, trägt Kia einen Teil der Kosten. So übernimmt der Importeur 40 Prozent beziehungsweise maximal 5.000 Euro bei Fliesen und Boden. Entscheidet sich ein Händler für neue Fließen und das Kia-Lichtsystem, zahlt Kia 60 Prozent beziehungsweise maximal 10.000 Euro. Wer sich außerdem für das „Red Cube“ genannte Fassadendesign entscheidet, erhält maximal 20.000 Euro.

Als Gegenleistung für die Investitionen gewährt Kia für die Jahre 2011 und 2012 einen SI-Bonus, dessen Gesamtbetrag den Kostenanteil des Händlers nach Angaben des Importeurs in der Regel übersteigt. „Das Konzept rechnet sich für jeden Händler“, sagt Schwarz.

Neben dem Autozentrum P&A haben bereits einige andere Kia-Händler die neue Space Identity eingeführt, darunter das Main-Autohaus im hessischen Raunheim und alle Kia-Standorte der Unternehmensgruppe Dinnebier in Berlin. Diese hatte erst kürzlich den Vertrieb der koreanischen Marke in der Bundeshauptstadt übernommen.

Außenauftritt soll Niveau der Fahrzeuge erreichen

„Unser Ziel ist es, dass der gesamte Markenauftritt von Kia die gleiche Qualität ausstrahlt wie unsere eindrucksvolle Modell-Palette“, sagte Martin van Vugt, Geschäftsführer von Kia Motors Deutschland bei der Präsentation des Si-Konzepts. Die Wahrnehmung der Marke sei noch nicht auf dem Niveau der Fahrzeuge. Das solle sich auch mithilfe des neuen Händlerauftritts ändern.

Die reinen Servicebetriebe sollen ab 2013 umgestaltet werden. In einem Arbeitskreis mit dem Händlerverband will Kia neue Servicestandards erarbeiten, zu denen auch ein neuer Außenauftritt gehören soll.

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