Neun kleine PS-Protze

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Der unter dem Radar: Opel Corsa OPC

Auch, wenn Opel nicht wie Mini, Peugeot oder Renault die Historie sportlicher Kleinwagen mitverfasst hat, ist der aktuelle Corsa OPC doch ein großer Wurf in ebendiesem Segment. Trotzdem begegnet man kaum einem der 152 kW/207 PS starken Rüsselsheimer auf der Straße. Liegt es am Image? An den Fahrleistungen wohl nicht, denn der Corsa macht mit seinem mechanischen Sperrdifferenzial und dem knackigen Fahrwerk mindestens so viel Spaß wie seine Gegner. Kostenpunkt: ab rund 25.000 Euro.

Der Überflieger: Peugeot 208 GTi by Peugeot Sport

Der Urenkel des legendären Peugeot 205 GTi hört auf den Namen 208 GTi und kommt im Idealfall als aufpreispflichtiger „by Peugeot Sport“ mit nachgewürzter Hardware daher. Dann trifft der 153 kW/208 PS starke Turbobenziner auf eine wieselflinke Aufhängung und ein liebevoll gestaltetes Interieur mit kuscheligen Sportsitzen. Die DNA des 205 GTi ist vor allem in engen Kurven und auf unebenem Geläuf spürbar. Der aktuell spaßigste Performance-Mini. Los geht es bei etwa 28.000 Euro.

Das hässliche Entlein: Renault Clio R.S. Trophy

Als die vierte Generation des Renault Clio R.S. 2012 startete, wurde der knubblige Fünftürer mit seinem downgesizten Turbomotor und dem lahmen Doppelkupplungsgetriebe schnell als totaler Fehlgriff im Vergleich zum legendären Vorgänger verschrien. Doch wie in Hans Christian Andersens Märchen mauserte sich der Clio R.S. mit der Trophy-Version und einem kleinen Facelift zu einem mehr als brauchbaren Rennstrecken-Spielzeug mit 162 kW/220 PS und dem von Renault Sport bekannten und erwarteten perfekt aussortiertem Fahrwerk. Mit seinen fünf Türen und dem nun blitzschnellen Doppelkuppler ein hervorragender Spagat aus Sport und Alltag. Mindestens 25.000 Euro werden für einen „Trophy“ fällig.

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Der Seriöse: VW Polo GTI

Moderner Innenraum, solide Verarbeitung und der Motor aus dem großen Bruder Golf GTI: Mit dem neuen Polo GTI mischt VW alles, was einen alltagstauglichen Performance-Mini ausmacht. Zwar nicht so verspielt wie Abarth 595 oder Peugeot 208 GTi, richtet sich der Polo mit seiner Doppelkupplung und der breiten Vernetzung eher an Fahrer, die auch im Alltag eine Portion Sportlichkeit nicht missen möchten. Der Zweiliter-Turbo drückt ordentliche 147 kW/200 PS auf die Vorderachse, der Kaufpreis liegt bei rund 24.000 Euro.

Der Exklusive: Toyota Yaris GRMN

Anlässlich der Rückkehr von Toyota in die WRC nach 17 Jahren legen die Japaner auch eine Straßenversion des Yaris Ralley-Fahrzeugs auf. Der Yaris GRMN (Gazoo Racing Master of the Nürburgring) ist auf 400 Exemplare limitiert. Der japanische Giftzwerg schöpft seine 156kW/217 PS aus dem Vierzylinder der Lotus Elise mit 1,8 Liter Hubraum. Neben dem Leistungsplus hat Toyota dem Yaris ein verstärktes Chassis, ein Sportlenkrad, 17-Zoll BBS-Felgen und ein angepasstes Fahrwerk sowie ein Torsen-Sperrdifferenzial spendiert. Alle verfügbaren Fahrzeuge sind bereits vergriffen, auf der Homepage des Herstellers kann man sich aber auf eine Warteliste für den 33.940 Euro teuren Yaris GRMN setzen lassen.

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