Nissan-Crossover mit Wasserstoffantrieb

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Mit dem Konzeptfahrzeug Terra demonstrieren die Japaner ihre Kompetenzen in der Wasserstoff-Technik. Damit senden sie ein klares Signal an die deutsche Konkurrenz. Vorgestellt wird das Auto Ende September in Paris.

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Nissan stellt in Paris den Terra vor. Die SUV-Studie verfügt über einen Brennstoffzellen-Antrieb.
Nissan stellt in Paris den Terra vor. Die SUV-Studie verfügt über einen Brennstoffzellen-Antrieb.
(Foto: Nissan)

Nissan stellt Ende September auf dem Pariser Salon (27. September bis 14. Oktober) die SUV-Studie Terra vor. Das Modell hat nach Angaben von Nissan Center Europe einen Brennstoffzellenantrieb und E-Motor plus Allradsystem, sodass sich das Fahrzeug künftig auf Off-Road-Pisten gleichermaßen zuhause fühlen könnte wie auf asphaltierten Stadtstraßen.

Optisch baut der Terra auf den Modellen Murano und Qashqai auf. Technisch lehnt sich die Konzeptstudie dagegen am Elektroauto Leaf an. Von ihm stammt der Elektroantrieb, die Allrad-Technik entspringt den bisher drei Pivo-Studien mit ihren elektrischen Radnabenmotoren. Da zudem die hinteren Antriebswellen entfallen, entstehe „ein flacher Unterboden und ein unzerklüfteter Laderaum“.

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Damit sei der elektrische Allradantrieb auf Basis der Wasserstoff-gespeisten Brennstoffzellen „keinesfalls nur Zukunftsphantasie“, heißt es von Nissan. Das Signal des Terra laute vielmehr, dass Nissan bereitstehe für die Massenfertigung von Elektrofahrzeugen mit Brennstoffzellen, sobald Wasserstoff flächendeckend verfügbar sei. Angesichts des unsicheren Aufbaus der Infrastruktur gibt es jedoch noch keine Angaben über eine mögliche Markteinführung.

Dass eine Marktreife nicht ganz realitätsfern ist, liegt auch an der Kostenentwicklung. Nach Nissan-Angaben sind die Herstellungskosten für die so genannten Brennstoffzellen-Stacks deutlich gesunken: Die jüngste Generation der seit 1996 von den Japanern entwickelten Brennstoffzelle koste nur noch ein Sechstel des 2005 vorgestellten Vorgängertyps, schreibt das Unternehmen ohne absolute Zahlen zu nennen.

Das Konzeptauto ist den Angaben zufolge 4,16 Meter lange und soll eine Reichweite von etwa 500 Kilometern erreichen. Für Platz im Innenraum sorgt eine diagonal versetzte Sitzanordnung, der Zugang erfolgt über gegenläufig angeschlagene Türen. Die Instrumententafel hat Nissan als Tablet-PC ausgeführt. „Der Fahrer schließt die tragbare Einheit nach dem Einsteigen an und nimmt sie beim Verlassen des Fahrzeugs wieder mit“, heißt es in der Mitteilung. Selbst wenn die Studie nicht zur Serienreife gelangt, könnte diese Instrumentenidee in die nächste Generation des Qashqai einziehen, die für Anfang 2014 angekündigt ist.

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