Tarifabschluss mit CGM NRW: Mitarbeiter in Autohäusern und Kfz-Werkstätten erhalten ab März mehr Geld

Autor / Redakteur: Nick Luhmann / Doris Pfaff

Das Kfz-Gewerbe Nordrhein-Westfalen und sein Tarifpartner Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) haben sich geeinigt: Nach einer Nullrunde gibt es ab März 2,6 Prozent mehr Geld für Mitarbeiter in Autohäusern und Werkstätten. Azubis erhalten im Schnitt monatlich 50 Euro mehr.

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Im Schnitt 50 Euro monatlich mehr erhalten ab März 2021 die Auszubildenden im Kfz-Gewerbe in Nordrhein-Westfalen.
Im Schnitt 50 Euro monatlich mehr erhalten ab März 2021 die Auszubildenden im Kfz-Gewerbe in Nordrhein-Westfalen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Für Mitarbeiter aus den Autohäusern und Kfz-Werkstätten an Rhein und Ruhr gibt es gute Nachrichten. Wegen der Coronakrise hatte es im vergangenen Jahr eine Nullrunde gegeben. Nun haben sich die Arbeitgebervertreter des nordrhein-westfälischen Kfz-Gewerbes und die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) darauf verständigt, die Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab März 2021 zu erhöhen.

Der neue Tarifabschluss sieht vor, dass der Lohn in allen Entgeltgruppen um 2,6 Prozent steigt. In Zeiten geschlossener Autohäuser und damit verbundener Ertragsrückgänge für die Unternehmer kein leichter Schritt. „Wir waren uns aber der Tatsache bewusst, dass wir mit der Entgeltdynamik pandemiebedingt im Verzug waren. Den ursprünglichen Forderungen der Arbeitnehmerseite konnten wir zwar nicht entsprechen. Dennoch sind wir froh, mit diesem Abschluss einen Kompromiss gefunden zu haben“, sagt Reiner Irlenbusch, Vorsitzender der Verhandlungskommission und Vorstandsmitglied des Kfz-Gewerbes NRW.

Deutlich mehr Geld gibt es für die Auszubildenden. Die Ausbildungsvergütungen werden zum 1. März 2021 um im Schnitt 50 Euro angehoben:

  • Für das erste Ausbildungsjahr gibt es dann 705 Euro (bisher 640 Euro),
  • für das zweite Ausbildungsjahr 750 Euro (bisher 705 Euro),
  • für das dritte Ausbildungsjahr 850 Euro (bisher 800 Euro) und
  • für das vierte Ausbildungsjahr 945 Euro (bisher 885 Euro).

Laut Irlenbusch ist das ein klares Zeichen. Die Tarifpartner gehen ihren 2018 eingeschlagenen Weg damit konsequent weiter. „Wir müssen den Nachwuchs in der Branche sichern. Mit der deutlichen Anhebung der Beträge schließen wir zu den Ausbildungsvergütungen in anderen Handwerksbereichen auf und leisten einen Beitrag zur Attraktivität der Ausbildung in unserem Gewerbe“, sagt er. Die Tarifverträge können erst zum 31. März 2022 wieder gekündigt werden.

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