Nutzfahrzeuge: Weil’s ohne Software hart wär’

Was für Pkws recht ist, kann für Nutzfahrzeuge nur billig sein: autonomes Fahren, vernetzte Systeme, Datentransfer, alternative Antriebe. Doch ohne Software-Kompetenz wird es gerade für die Lkw-Branche schwer. Ein Blick in die Gegenwart und Zukunft der Digitalisierung.

| Autor: Dominik Faust

Durch die Digitalisierung wird es eine Vielzahl an Veränderungen geben, auch im Bereich Nutzfahrzeuge.
Durch die Digitalisierung wird es eine Vielzahl an Veränderungen geben, auch im Bereich Nutzfahrzeuge. (Bild: Daimler AG)

Da kommt etwas Großes auf uns zu: Durch die Digitalisierung wird der Bedarf an schweren Nutzfahrzeugen sinken. Ein Grund: Der Lkw der Zukunft braucht ab Autonomiestufe 4 keine Fahrer mehr, Ruhezeiten werden obsolet. Die Fahrzeuge werden dann 24 Stunden lang bewegt (Ausnahme: Sonn- und Feiertagsfahrverbote), die Auslastung wird optimiert, die Effizienz erhöht. Was für Entlastung auf Straßen und vor allem Autobahn-Parkplätzen sorgen wird, hat gravierende Auswirkungen auf den Beruf des Truckers, aber auch auf Hersteller, Speditionen, Handel, Werkstätten. Für das internationale Beratungsunternehmen Oliver Wyman ist die Sache klar: „Der Lkw wird eine reine Hardware-Commodity, deren Wert nur noch über Total Cost of Ownership (TCO) und Verfügbarkeit gemessen wird“, heißt es in einer Prognose.

Aber der Reihe nach! Denn bildlich gesprochen sieht die nahe Zukunft des autonomen Lkw-Fahrens so aus: Man nennt es Platooning und meint damit, dass mehrere Lkws selbstständig einem Führungsfahrzeug folgen. Seit 2014 entwickelt eine Firmengruppe unter Leitung der VW-Tochter Scania ein System für solche Lkw-Kolonnenfahrten. Den Rahmen dafür bildet das europäische Projekt Companion (Umfang: 5,4 Millionen Euro). Seit diesem Jahr geht Scania mit Toyota noch einen Schritt weiter und baut im Auftrag der Hafenbehörde von Singapur das weltweit erste komplett autonom fahrende Platooning-Gespann.

Dominik Faust
Über den Autor

Dominik Faust

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44699343 / PLUS-Fachartikel)

Plus-Fachartikel

Nutzfahrzeugwerkstatt: Mit vereinten Kräften

Nutzfahrzeugwerkstatt: Mit vereinten Kräften

Das Truckcenter Schüttorfer Kreuz ist aus der Kooperation dreier Einzelunternehmen entstanden und vereint eine markenunabhängige Nfz-Werkstatt und eine Vertragswerkstatt für diverse Fabrikate unter einem Dach. Dabei war alles ganz anders geplant. lesen

Autohaus Jakob: Dodge und Ram wagen

Autohaus Jakob: Dodge und Ram wagen

Mit Nissan und Jeep haben Peter Jakob und sein Sohn Benjamin zwei Marken an Bord, die das Familienunternehmen derzeit stark herausfordern. Als wäre das nicht schon genug, vermarktet das Autohaus seit Kurzem auch noch Dodge und Ram. lesen