Oldtimer-Batterien richtig pflegen

Redakteur: Markus Lauer

Damit die Oldtimerbatterie immer fit ist, muss die Kfz-Werkstatt sie richtig warten und pflegen.

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Die klassischen Oldtimerbatterien befinden sich in einem schwarzen Hartgummikasten.
Die klassischen Oldtimerbatterien befinden sich in einem schwarzen Hartgummikasten.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die meisten Oldtimerbesitzer legen großen Wert darauf, dass an ihrem Schätzchen alles stimmt und original ist. Da muss auch die richtige Batterie unter der Haube sitzen. Die klassischen Oldtimerbatterien befinden sich noch in der ursprünglichen Bauweise in einem schwarzen Hartgummikasten und werden zu 80 Prozent von Hand gefertigt.

Diese Batterien passen zu fast allen Oldtimern, und ihre klassische Optik begeistert die Oldie-Fans.

Der Batterieaufbau: Bei der Batterie werden positive und negative Elektroden abwechselnd zu Plattenblöcken verschweißt. Zwischen den Elektroden befindet sich ein Separator, der für die Isolierung der positiven und negativen Platte verantwortlich ist. Beispiel: Sechs solcher Plattensätze in Reihe geschaltet ergeben einen Zwölf-Volt-Akku.

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Die meisten Starterbatterien bestehen zum größten Teil aus zwei Stoffen: Schwefelsäure und Blei. Die positiven Elektroden sind aus Bleidioxid und die negativen aus feinem Schwammblei. Die Schwefelsäure bildet den Elektrolyten. Dieser ermöglicht den Stromfluss der Ionen zwischen den Elektroden.

Das Anlassen eines Motors erfordert kurzzeitig hohe Ströme von bis zu mehreren 100 Ampere. Die Starterbatterie muss in der Lage sein, diese Leistung immer zu liefern. Ob sie das schafft, lässt sich mit einem Batterietest überprüfen.

Batterie immer unter Last testen

Um den tatsächlichen Zustand einer Batterie zu ermitteln, sollte man sie immer unter Last testen. Denn auch eine komplett leere Batterie zeigt meist 12 bis 13 Volt (oder 6 bis 6,5 Volt bei Sechs-Volt-Batterien) an. Diese Messung liefert kein aussagekräftiges Ergebnis über den wahren Zustand der Batterie.

Eine akkurate Diagnose ist deshalb nur möglich, wenn die Batterie belastet wird. Jedoch sollte sie erst mindestens zehn Minuten nach Abschalten des Motors stattfinden. Hat der Mechaniker die Batterie kurz vorher mit einem Ladegerät geladen, sollte er 20 Minuten warten, bevor die Prüfung beginnt.

Am besten prüft die Werkstatt die Stromquelle mit einem Batterietester. Diesen schließt der Anwender an die Batterie an und wählt zwischen Batterie- oder Systemtest. Das Gerät prüft dann auch, ob der Generator genügend Leistung liefert, damit die Batterie überhaupt geladen wird.

Für die Batteriediagnose sollte der Mechaniker diverse Verbraucher wie Scheinwerfer einschalten. Zudem sollte er auch den Anlasser für zirka fünf bis acht Sekunden betätigen und gleichzeitig die Spannungsanzeige das Messgerätes beobachten. Ist die Batterie in einer guten Kondition, wird sie neun bis zwölf Volt bei einem Zwölf-Volt-Akku anzeigen; ist sie nicht mehr in Ordnung, zeigt sie weniger als neun Volt an. Bei Sechs-Volt-Batterien sind es 4,5 bis 6 Volt beziehungsweise weniger als 4,5 Volt.

Da viele Oldtimer während des Winters stillgelegt sind, sollten die Besitzer oder die Werkstätten in der Zeit die Batterien ausbauen und fachmännisch lagern. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte man die Stromquelle trocken und kühl aufbewahren.

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