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Oldtimer-Verbände bündeln ihre Kräfte

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Jahrelang hat die Oldtimerbranche geboomt. Doch der Erfolg könnte sich ins Gegenteil wenden, wenn die Privilegien der H-Kennzeichen in Frage gestellt werden. Um in der Mobilitätsdiskussion mit gewichtiger Stimme mitzureden, haben sich acht Automobilclubs nun zusammengetan.

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Um das Kulturgut Oldtimer zu schützen, bündeln mehrere Automobilclubs ihre Kräfte in einer Arbeitsgemeinschaft.
Um das Kulturgut Oldtimer zu schützen, bündeln mehrere Automobilclubs ihre Kräfte in einer Arbeitsgemeinschaft.
(Bild: Grimm/»kfz-betrieb«)

Mehrere Automobilclubs und Oldtimer-Verbände haben die Arbeitsgemeinschaft „Arbeitsgemeinschaft Historische Fahrzeuge“ gegründet. Ihr gehören auf Einladung von ADAC Klassik, der die nationale Vertretung des Oldtimer-Weltverbands FIVA (Fédération Internationale des Véhicules Anciens) hat, Vertreter von acht Automobil-Clubs und Oldtimer-Verbänden an. Der VDA war als Gast vertreten, da sich der Verband schon seit Jahren intensiv für den Erhalt des Automobilen Kulturguts einsetzt.

Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist es einerseits, die Zusammenarbeit zwischen den Verbänden zu stärken und verbandsübergreifende Themen zu erörtern. Zudem verpflichten sich die Mitglieder „dem Schutz, dem Erhalt und der Förderung historischer Fahrzeuge als herausragendes technisches Kulturgut“.

Ein wichtiges Thema der ersten Sitzung war die Bildung einer gemeinsamen Position hinsichtlich der Frage nach der Zulassung der Oldtimer zum Straßenverkehr. „Da mobiles Kulturgut nur in Bewegung erlebt und vermittelt werden kann, müssen historische Fahrzeuge auch in Zukunft am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen dürfen“, lautete die Kernforderung der Arbeitsgemeinschaft. Angesichts der Fahrverbote und der Diskussionen um Abgas-Emissionen steigt in der Oldtimer-Branche derzeit die Sorge, dass Verkehrseinschränkungen auch Autos mit H-Kennzeichen treffen könnten.

Gemeinsame Strategie, individuelle Arbeit

Hinsichtlich der Forderung nach Beibehaltung der bisherigen Ausnahmegenehmigungen für Oldtimer stimmen Experten der Verbände eine gemeinsame Strategie ab, die Grundlage für die individuelle Arbeit der Verbände sein soll. Diese wird dann in den Parlamentskreis Automobiles Kulturgut des Deutschen Bundestags eingebracht.

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Die Zusammenarbeit der Oldtimer-Verbände soll nach Bedarf auf weitere Themen wie Nachwuchsfindung, Erhalt von spezifischen Berufen und Fertigkeiten oder Umgang mit Youngtimern ausgedehnt werden. An der konstituierenden Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Historische Fahrzeuge haben teilgenommen:

  • Allgemeiner Deutscher Automobil-Club (ADAC),
  • Allgemeiner-Schnauferl-Club (ASC),
  • Automobilclub von Deutschland (AvD),
  • Bundesverband Historische Landtechnik (BHLD),
  • Deutscher Automobil-Veteranen-Club (DAVC),
  • Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge (DEUVET),
  • Initiative Kulturgut Mobilität (IKM),
  • Veteranen-Fahrzeug-Verband (VFV).

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