Opel-Hauser aus Pforzheim in Schwierigkeiten

Redakteur: Jens Rehberg

Das Autohaus Hauser (Opel, Saab, Chevrolet) mit drei Standorten in Pforzheim, Königsbach-Stein und Neuhausen hat Insolvenz beantragt. Zwei schlechte Monate konnten kurzfristig nicht mehr ausgeglichen werden.

Auto Hauser (Opel, Saab, Chevrolet) mit drei Standorten in Pforzheim, Königsbach-Stein und Neuhausen hat Insolvenz beantragt. Dies bestätigte die Geschäftsführerin des seit 1931 mit Opel verbundenen Betriebs, Karin Hauser-Schmieg, am Donnerstag auf Anfrage. Das Amtsgericht Pforzheim hatte Ende der vergangenen Woche das Insolvenzeröffnungsverfahren eingeleitet und einen Mannheimer Anwalt zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

„Die Auftragslage ist gut, die Werkstatt ist voll“, sagte Karin Hauser-Schmieg im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«, jedoch hätten sich Hersteller- und Hausbank nach zwei sehr schlechten Monaten August und September wenig flexibel im Hinblick auf Überbrückungsmaßnahmen gezeigt, so dass die Lohnzahlungen im Oktober gefährdet gewesen seien. „Ein guter Auftragseingang rettet einem kurzfristig nicht die Liquidität“, so die Geschäftführerin.

Verkauf und Service laufen aber derzeit in vollem Umfang weiter, der Hersteller beliefere den Kfz-Betrieb weiterhin und sei sehr daran interessiert, die Standorte zu halten, nicht zuletzt wegen der Top-Lage des Unternehmens in Pforzheim. „Wir sind für alle Lösungen offen“, umschrieb die trotz allem hoch engagierte Geschäftsführerin die derzeitigen Bemühungen, die schwierige Situation zu bewältigen.

Die Fritz Hauser Ing. GmbH & Co. KG beschäftigt derzeit 65 Mitarbeiter und verkaufte zuletzt nach eigenen Angaben jährlich rund 560 Neuwagen und 500 Gebrauchte.

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