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Opel öffnet Bestellbücher für neue Elektroautos

| Autor / Redakteur: dpa / Yvonne Simon

Ab sofort sind der rein batteriebetriebene Corsa und der Grandland X als Plug-in-Hybrid bestellbar. Ersterer startet bei 30.000 Euro und läuft in Saragossa vom Band. Währenddessen fehlt in den deutschen Werken derzeit die Arbeit.

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Der E-Corsa läuft ab Anfang 2020 vom Band.
Der E-Corsa läuft ab Anfang 2020 vom Band.
(Bild: Opel)

Opel wird elektrisch – diese Botschaft wollte der Chef des Autobauers, Michael Lohscheller, am Dienstag in Rüsselsheim unbedingt loswerden. Zum Bestellstart der rein batteriebetriebenen Version des Corsa und des Grandland X als Plug-in-Hybrid wurde aber auch deutlich, dass in den deutschen Werken derzeit die Arbeit fehlt.

Nach DPA-Informationen prüft Opel eine dritte Abfindungsrunde, die dieses Mal den Mitarbeitern des Rüsselsheimer Stammwerks angeboten werden könnte. Seit der Übernahme durch den französischen PSA-Konzern im August 2017 haben bereits mehr als 5.000 Mitarbeiter in zwei Wellen Verträge zu Abfindungen, Vorruhestand oder Altersteilzeit unterschrieben. Sie kamen zu großen Teilen aus dem Rüsselsheimer Entwicklungszentrum. Zum Jahresende arbeiteten noch gut 16.500 Menschen an den deutschen Opel-Standorten.

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Das Rüsselsheimer Werk mit noch rund 2.600 Mitarbeitern ist derzeit nur schwach ausgelastet, was sich Insidern zufolge im Sommer mit dem Produktionsschluss des Modells Zafira noch verschärfen wird. Die Arbeitnehmer sind bis Juni 2023 vor Entlassungen geschützt.

Welches Auto neben dem Insignia noch im Stammwerk gebaut werden soll, ist derzeit Gegenstand von Verhandlungen mit den Arbeitnehmern. PSA will dem Vernehmen nach niedrigere Produktionskosten durchsetzen, wenn dort der Astra platziert würde. Der Kompaktwagen steht bei Opel nach wie vor für hohe Stückzahlen. Ein Unternehmenssprecher wollte zum Stand der Verhandlungen am Dienstag keinen Kommentar abgeben.

Ab kommenden Frühjahr im Handel

Im thüringischen Eisenach mit seinen 1.400 Mitarbeitern startet die Produktion des Geländewagens Grandland X am 28. August zunächst in den Verbrennerversionen, wie Opel mitteilte. Der Plug-in-Hybrid folgt noch in diesem Jahr. Wie der Elektro-Corsa soll das Auto ab kommenden Frühjahr bei den Händlern stehen. Für den E-Corsa will Opel mindestens 30.000 Euro verlangen. Die Kunden sollen mit Internet-Applikationen und Startersets für private Ladestationen unterstützt werden. In Rüsselsheim bezuschusst Opel die Installation von mehr als 1.300 Ladepunkten.

Noch unklar ist die weitere Auslastung des Komponentenwerks in Kaiserslautern mit rund 1.700 Beschäftigten. Hier könnte eine Batteriefertigung aufgebaut werden, für die der Opel-Mutterkonzern PSA und der französische Energieanbieter „Saft“ sich um Subventionen aus einem deutsch-französischen Regierungstopf beworben haben. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.

Opel will bis 2024 jedes Modell auch in einer Elektroversion anbieten, im kommenden Jahr sollen es bereits vier sein. Opel wird aber auch weiterhin Fahrzeuge mit Diesel- und Benzin-Motoren im Angebot haben, die vom selben Band laufen wie die Elektromodelle. Die EU-Umweltvorgaben würden damit eingehalten, erklärt das Unternehmen. „Letztlich entscheidet der Kunde, welchen Antrieb er haben möchte“, sagte Lohscheller.

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