Opel plant mit 10.000 Transportern in 2010

Autor / Redakteur: Stephan Richter /

Die Nutzfahrzeugsparte beim Autobauer Opel soll in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen. Andreas Witte, Leiter Nutzfahrzeuggeschäft Opel Deutschland, stellt im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE« die Strategie für den Handel in Deutschland vor.

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Andreas Witte, Leiter Nfz-Geschäft Opel Deutschland, spricht über die Pläne des Herstellers.
Andreas Witte, Leiter Nfz-Geschäft Opel Deutschland, spricht über die Pläne des Herstellers.
( Archiv: Vogel Business Media )

Opel verzeichnet nach dem dritten Quartal im laufenden Jahr sehr gute Auftragseingänge bei den Modellen Combo und Vivaro. Diesen Aufwärtstrend erwartet Andreas Witte, Leiter Nutzfahrzeuggeschäft Opel Deutschland, auch von dem neuen Movano. „Wir planen nach den 3,76 Prozent Marktanteil im Nutzfahrzeugbereich aus 2009 in diesem Jahr mit über vier Prozent. Dabei gehen wir von über 10.000 Fahrzeugen aus“, sagte Witte gegenüber »kfz-betrieb ONLINE« während der Nutzfahrzeug-IAA in Hannover. Weltweit rechnet Opel in diesem Jahr mit 87.000 Fahrzeugen. Mit neuen Modellen soll der Absatz dann bis 2013 auf rund 150.000 steigen.

Movano in 300 Varianten erhältlich

Als Gründe für den derzeitigen Zuwachs benennt Witte die neue und variantenreiche Produktpalette seines Unternehmens: „Nach der Markteinführung des Movano-Kastenwagens im Frühjahr haben wir das Fahrzeug nun mit Fahrgestellen in verschiedenen Längen, Gewichtsklassen und Chassis-Konfigurationen auf insgesamt 300 Versionen erweitert.“ Zudem sollen die Forecast-Institute dem Movano eine besondere Restwertstabilität attestiert haben. Dies spiegele sich auch in den Tabellen der großen Leasingesellschaften mit einem Plus von fast 10 Prozent wider, so Witte.

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Mehr Verkäufer zu Nutzfahrzeugspezialisten schulen

In seinem Händlernetz möchte Opel weitere Flotten- und Nutzfahrzeugzentren einrichten. Derzeit zählt Opel davon in Deutschland 130. Insgesamt haben 371 der Opel-Händler einen Nutzfahrzeug-Vertrag. „Wir sind dabei, neue Schulungsmaßnahmen umzusetzen, damit sich unsere Verkäufer in diesem Bereich weiter verbessern. Eine individuelle Beratung für Nutzfahrzeugkunden ist sehr wichtig für die Kaufentscheidung“, sagt Witte. Dieses Maß an verstärkten und optimierten Aktivitäten in der Handelsbetreuung soll weiter zunehmen und dem Produkt „Opel Nutzfahrzeuge“ einen festen Platz im Showroom sicherstellen - auch in einem Mehrmarken-Handelsbetrieb.

Strategie „e-mobility unlimited“

Beim Thema Elektromobilität setzt Opel in Zukunft auf kleine, rein batteriebetriebene Elektroautos. Damit möchte der Hersteller Kunden ansprechen, die kurze Strecken zurücklegen. Im Pkw-Bereich ist das erste Beispiel für die Strategie „e-mobility unlimited“ der Opel Ampera – ein Elektrofahrzeug mit verlängerter Reichweite, das 2011 auf den Markt kommen soll. „Bei den Nutzfahrzeugen möchten wir zunächst mit dem Vivaro e-Concept Rückmeldungen der IAA-Fachbesucher erhalten und auswerten. Deshalb ist es noch zu früh, um über konkrete Verkaufspotenziale zu sprechen“, erklärt Witte.

Bis dahin bietet Opel seinen gewerblichen Kunden spezielle Business-Programme und Sondermodelle für den Vivaro und den Combo an. „Praxisgerechte Ausstattungen und der Preisvorteil von bis zu 30 Prozent gegenüber vergleichbar ausgestatteten Serienmodellen stellen wichtige Kaufargumente dar“, so Witte.

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