Opel: „Wir sind lieferfähig“

Autor / Redakteur: Das Gespräch führte Jens Rehberg / Jens Rehberg

Opel-Deutschland-Chef Andreas Marx erläutert im Gespräch die drastischen Absatzrückgänge und macht zugleich Hoffnung auf deutlich bessere Geschäfte im zweiten Halbjahr. Kleinere Baustellen kommentiert er allerdings wenig konkret.

Opel-Deutschland-Chef Andreas Marx räumt indirekt ein, dass das aktuelle Vergütungssystem des Herstellers zu kompliziert ist.
Opel-Deutschland-Chef Andreas Marx räumt indirekt ein, dass das aktuelle Vergütungssystem des Herstellers zu kompliziert ist.
(Bild: Opel)

Redaktion: Als Sie Ihre neue Aufgabe übernommen haben, war die Situation schon nicht einfach ... dann wurde es schlimm …

Andreas Marx: In der Tat, sechs Wochen nach meinem Start Anfang Februar kam Corona. In dieser Phase standen wir täglich, später wöchentlich mit dem Händlerverband in engem Kontakt. Gemeinsam mit der Handelsorganisation schauen wir jetzt nach vorne.

Wie würden Sie den roten Faden beschreiben, den Sie seit Ihrem Antritt verfolgt haben, um Sachen anders zu machen?

Wichtig war mir von Beginn an, dass sowohl die Verkäufer als auch die Kunden unsere Produktstrategie verstehen. Wir erneuern ja gerade unsere Modellpalette, und ich bin daher so optimistisch, weil ich die Entscheidungen, welche Produkte bis 2022 kommen, in meiner vorherigen Position selber verantwortet habe. Dabei ist mir bewusst, wie schwer gerade die jetzige Phase ist, in der der neue Mokka noch nicht da ist. Entscheidend ist zudem, die Komplexität zu reduzieren. In den ersten sechs Wochen gemeinsamer Arbeit mit dem Händlerverband haben wir einige Themen priorisiert und sind sie angegangen. Dann kam jedoch Corona und hat vieles überlagert.