Peter-Gruppe: Opel-Neubau in Sondershausen

Autor: Jens Rehberg

2,5 Millionen Euro hat die Peter-Gruppe im thüringischen Sondershausen in die Marke mit dem Blitz investiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

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Der neue Opel-Betrieb in der Erfurter Straße.
Der neue Opel-Betrieb in der Erfurter Straße.
(Foto: Autohaus Peter)

In Sondershausen (Thüringen) eröffnet die Peter-Gruppe an diesem Wochenende seinen komplett neu aufgebauten Opel-Standort. 2,5 Millionen Euro hat das Unternehmen laut Geschäftsführer Andreas Peter in den Neubau gesteckt – eine weitere Million floss in ein Karosserie- und Aufbauzentrum für die Herstellung von Spezialaufbauten für Nutzfahrzeuge sowie den Fahrzeug-Komplettaufbau, das hinter dem Opel-Servicebereich im selben Gebäude unterkommt.

2013 hatte die Peter-Gruppe den Standort in Sondershausen von der insolventen Autohaus Reisner GmbH übernommen. Der Betrieb eignete sich allerdings nicht für eine umfassende Modernisierung – außerdem war die Immobilie gepachtet. So entschlossen sich Helmut und Andreas Peter dazu, einige hundert Meter weiter direkt neben ihrer bestehenden Mercedes-Niederlassung in günstiger Lage an einem viel befahrenen Kreisverkehr einen Neubau zu platzieren.

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In sieben Monaten Bauzeit wurde das Projekt realisiert. Von den insgesamt 2.100 Quadratmetern Grundfläche belegt Opel 1.400 Quadratmeter. Neben dem Ausstellungsraum und den beiden Servicebereichen gibt es auch eine 250 Quadratmeter große Reifeneinlagerungshalle. Die Wärmeversorgung über ein Blockheizkraftwerk gewährleistet umweltfreundliche Energiegewinnung und -nutzung. Die Opel-Werkstatt hat sechs Werkstattplätze inklusive einer Spezialhebebühne für bis zu 6,5 Tonnen Traglast. Einziger Nachteil des Umzugs: Auf den Außenflächen des neuen Standorts können jetzt nur noch höchstens 25 Gebrauchte präsentiert werden.

Bei Mercedes-Filialleiter Marko Wuttke, der künftig den benachbarten Opel-Betrieb mit führen wird, überwiegt allerdings die Freude über den gelungenen neuen Betrieb und die Möglichkeiten, das mittlerweile eng verplante Geschäft mit den Spezialumbauten endlich entzerren zu können. Acht Mitarbeiter arbeiten künftig in dem lichtdurchfluteten, hohen Raum, in dem unter anderem zwei Lkw-Spuren angelegt wurden. Im Opel-Bereich mit allein 400 Quadratmetern Schauraumfläche werden ab dem Beginn des operativen Betriebs in der kommenden Woche zunächst die 15 Mitarbeiter aus dem alten Sondershausener Standort aktiv sein. Im kommenden Jahr will Andreas Peter vor Ort rund 100 Opel-Neuwagen und 150 Gebrauchte verkaufen.

Im Rahmen einer Eröffnungsfeier mit geladenen Gästen am Donnerstag, zu der die komplette Opel-Vertriebsspitze angereist war, sagte der Opel-Vertriebschef für Deutschland, Jürgen Keller: „Wir wollen auch 2015 Marktanteile zurückerobern – von dem, was uns gehört.“

Die neue Opel-Filiale in Sondershausen mit eingerechnet betreibt die Peter-Gruppe sechs Opel-Standorte. Das Geschäft mit dem Rüsselsheimer Fabrikat macht bei dem Autohandelsunternehmen etwa 30 Prozent vom Gesamtumsatz aus.

Die Peter-Gruppe mit 23 Standorten in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen wird 2014 mit 630 Mitarbeitern voraussichtlich rund 161 Millionen Euro umsetzen. Zirka 3.000 Neu- und 4.100 Gebrauchtwagen verkauft das Autohandelsunternehmen in diesem Jahr insgesamt. Die Gruppe vermarktet die Fabrikate Mercedes, Smart, Opel, Peugeot, Skoda, Suzuki und Mitsubishi. Neben den genannten Marken hält Peter noch fünf weitere Serviceverträge, am 1. Januar 2015 kommen VW Pkw und VW Nfz (beide nur Service) hinzu.

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