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Pirelli-Kalender 2020: Shakespeare modern interpretiert

| Autor: Viktoria Hahn

Für die neueste Ausgabe des Kult-Kalenders hat sich Fotograf Paolo Roversi auf die Suche nach der tragischen Figur der Julia gemacht. Dafür lichtete der Italiener neun Frauen ab – darunter Emma Watson, Kristen Stewart, Claire Foy und seine eigene Tochter.

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„Looking for Juliet“ ist das Thema des Pirelli-Kalenders für 2020.
„Looking for Juliet“ ist das Thema des Pirelli-Kalenders für 2020.
(Bild: Pirelli)

Im Opernhaus von Verona hat der Fotograf Paolo Roversi den Pirelli-Kalender für das nächste Jahr vorgestellt – inspiriert von William Shakespeares berühmtester Tragödie. Auf der Suche nach Romeo sind die Julias im Jahr 2020 aber nicht. Das berühmte „Oh Romeo, Romeo“ hat Roversi mit dem Arbeitstitel „Looking for Juliet“ kurzerhand umgedreht.

Die 47. Ausgabe ist die erste, die von einem italienischen Fotografen realisiert wurde. Als Kulissen für sein Projekt wählte Roversi Verona – Julias Heimatstadt – und Paris. Das fertige Produkt enthält 132 Seiten, Textabschnitte des Stücks und 58 Fotos von den neun Darstellerinnen, in Farbe und Schwarz-Weiß:

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Die Handlung des Theaterstücks „Romeo und Julia“ spielt über einen Zeitraum von fünf Tagen. Ganze fünf Tage wird es kaum gedauert haben, bis die Zusagen der diesjährigen Protagonistinnen bei Pirelli eingetroffen sind. Denn der alljährliche Kalender des mailändischen Reifenherstellers ist ein wahres Kultobjekt.

In diesem Jahr haben es die britischen Schauspielerinnen Claire Foy, Mia Goth und Emma Watson, die chinesische Pop-Sängerin Chris Lee und die amerikanischen Schauspielerinnen Indya Moore und Kristen Stewart auf die Kalenderseiten der 2020er-Ausgabe geschafft. Ebenfalls unter den Motiven: Die spanische Sängerin Rosalía, die iranisch-amerikanische Schauspielerin Yara Shahidi und die Tochter des Fotografen: Stella Roversi.

Außerdem gibt es erstmalig einen 18-minütigen Kurzfilm passend zu den Fotografien, in dem Roversi einen Regisseur spielt, der die Kandidatinnen für die Rolle der Figur interviewt. Dabei sind die Darstellerinnen zunächst ungeschminkt, ohne ihre Kostüme und schließlich mit Make-up in ihren Outfits am Set zu sehen – so sollen Wirklichkeit und Fiktion ineinander übergehen.

Seine zeitgemäße Hommage an die tragische Heldin beschreibt Paolo Roversi so: „Ich wollte ein Konzept, das von Schönheit und Liebe spricht. Ein ganz einfaches und starkes Konzept. Es gibt eine Julia in jeder Frau und ich werde nie aufhören, sie zu suchen.“

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