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Pkw-Markt dreht im August ins Minus

Autor: Andreas Wehner

Knapp 314.000 Neuzulassungen entsprachen im vergangenen Monat einem Rückgang von 0,8 Prozent im Vergleich zum August 2018. Allerdings war das Zulassungsniveau im Vorjahresmonat besonders hoch. Zudem hatte der August 2019 einen Arbeitstag weniger.

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(Bild: Wehner / »kfz-betrieb«)

Die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland sind im August leicht zurückgegangen. 313.748 neu registrierte Autos entsprachen einem Minus von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Mittwoch mit. Allerdings hatte der August in diesem Jahr einen Arbeitstag weniger als 2018. Um diesen Effekt bereinigt bliebe ein leichtes Plus – und das, obwohl der August 2018 aufgrund der WLTP-Einführung besonders zulassungsstark war.

Nach acht Monaten steht mit 2,496 Millionen Fahrzeugen noch ein Plus von 0,9 Prozent in der Neuzulassungsbilanz. Für Reinhard Zirpel, Präsident des Importeursverbands VDIK, ist das ein Grund für Optimismus. „Trotz hohen Vorjahresniveaus und dunkler Wolken am weltweiten Konjunkturhimmel hält der Markt sein Plus von rund einem Prozent. Der überraschend starke August erlaubt die Prognose, dass der Markt bis zum Jahresende über Vorjahr bleibt“, sagte Zirpel laut Mitteilung. Auch der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) geht im Jahresverlauf von einer „leicht positiven Marktentwicklung bei den Neuzulassungen“ aus.

Bei den Importmarken erreichte Lexus im August mit plus 32 Prozent den deutlichsten Zuwachs, allerdings auf niedrigem Niveau. Aber auch Dacia (+20,8 %) und Hyundai (+20,4 %) steigerten sich. Rückgänge von mehr als 30 Prozent vermeldete das KBA dagegen für Alfa Romeo (-45,1 %), Nissan (-42,5 %), Subaru (-42,0 %) und Mitsubishi (-30,1 %).

Die deutschen Marken schnitten komplett unterschiedlich ab. Das größte Wachstum verzeichnete das KBA bei Smart: Das Kleinwagenfabrikat des Daimler-Konzerns steigerte die Neuzulassungen um 51,7 Prozent. Zweistellig wuchsen zudem Ford (+27,5 %), Mercedes (+22,0 %) und Mini (+11,8 %). Aber auch Porsche (+7,3 %) und Opel (+1,5 %) lagen noch im Plus. Dagegen mussten VW (-17,1 %), Audi (-10,5 %) und BMW (-3,0 %) Rückgänge hinnehmen.

61,4 Prozent der registrierten Neuwagen waren im vergangenen Monat mit einem Benzinmotor ausgestattet, 30,2 Prozent waren Dieselfahrzeuge. 6,3 Prozent der Neuzulassungen entfielen auf Hybride inklusive Plug-in-Hybridmodelle. Der Anteil der Elektroautos wuchs auf 1,6 Prozent. Mit Flüssiggasantrieb waren 0,3 Prozent der neu registrierten Pkw ausgestattet, mit Erdgas fuhren 0,2 Prozent der Pkw-Neuzulassungen.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«