Porsche: „2014 wird ein gutes Jahr“

Autor: Stephan Richter

Der Vertriebsleiter des Sportwagenherstellers, Klaus Zellmer, sieht Potenziale bei der Händlerrendite und erwartet zugleich für 2014 steigende Umsätze in den Porsche-Zentren.

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(Foto: Richter)

Die Zeichen stehen gut für Porsche. Der für 2014 angekündigte Macan soll für Wachstum sorgen, vom 918 Spyder ist bereits die Hälfte der verfügbaren Einheiten verkauft. Gleichwohl erläutert Vertriebschef Klaus Zellmer im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«, wo Verbesserungspotenzial besteht: „Wir dürfen mit der Händlerrendite aktuell noch nicht vollständig zufrieden sein. Zwar erwirtschaftet ungefähr die Hälfte der Porsche-Zentren über zwei Prozent Rendite. Das bedeutet aber auch, dass wir gemeinsam mit den Handelsbetrieben bei der anderen Hälfte noch eine Aufgabe haben.“

Um sich auf das anvisierte Wachstum der Marke vorzubereiten, investieren die Händler derzeit in die Porsche-Zentren. Noch sind nicht alle Neu- und Umbauten abgeschlossen. „Bereits 56 Bauprojekte sind in der Umsetzung. Davon sind neun Projekte Neubauten. Bis zur Macan-Einführung 2014 sollte der Großteil abgeschlossen sein“, sagt Zellmer. Die Investitionshöhe unterscheide sich von Standort zu Standort und liege zwischen einer und zehn Millionen Euro.

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Die Absatzzahlen sollen im kommenden Jahr mit dem Marktstart des Macan steigen. Dem kompakten SUV rechnet der Hersteller große Chancen aus. Zudem sieht Porsche Wachstum nicht nur bei den Neu-, sondern auch bei den Gebrauchtwagen und der Werkstattauslastung.

Händler-Fitnessprogramm läuft gut

Daher unterzieht Porsche derzeit seine Händler auch dem Porsche-Business-Excellence-Programm. Bisher haben 60 Porsche-Zentren dieses Programm durchlaufen. Basierend auf intensiven Analysen aller Daten werden innerhalb einer intensiven Workshop-Woche vor Ort gemeinsam mit der Geschäftsführung und den Mitarbeitern der Zentren die Handlungsfelder bestimmt und Maßnahmen vereinbart. „Wir konnten sehr positive Erfahrungen sammeln. Insbesondere werden die Mitarbeiter auch über eine Befragung am Prozess beteiligt“, sagt Zellmer.

Zusätzlich befasst sich Porsche noch intensiv mit der Personalentwicklung und führt mittlerweile auch bei der zweiten Führungsebene Assessment-Center durch. Ende des Jahres startet der Hersteller zudem gemeinsam mit Prof. Dr. Willi Diez und Prof. Dr. Stefan Reindl vom Institut für Automobilwirtschaft mit der Porsche Dealer Academy. „Damit werden wir neben unserem etablierten Porsche-Trainingsprogramm eine zusätzliche Fortbildung anbieten, welche den Geschäftsführern die Möglichkeit eröffnet, sich zentrale Lehrinhalte aus einem etablierten Masterprogramm anzueignen“, erklärt Zellmer.

Das komplette Interview mit Klaus Zellmer lesen Sie in Ausgabe 40 von »kfz-betrieb«.

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