Porsche in Hamburg an neuer Adresse

Autor: Martin Achter

15 Millionen Euro hat der Standort im Hamburger Nordwesten gekostet – und Porsche hat noch viel vor in der Hansestadt. Aber auch in anderen Regionen könnte das Standortnetz noch wachsen.

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Neue Repräsentanz für Porsche in Hamburg: das Porsche-Zentrum Nord-West – einer von zwei Niederlassungsbetrieben in der Hansestadt.
Neue Repräsentanz für Porsche in Hamburg: das Porsche-Zentrum Nord-West – einer von zwei Niederlassungsbetrieben in der Hansestadt.
(Foto: Porsche)

Porsche will mit dem neuen Standort Hamburg Nord-West sein Wachstum in der Hansestadt fortsetzen. In diesem Jahr wolle der Hersteller auf dem wichtigen Metropolmarkt erstmals mehr als 1.000 Fahrzeuge verkaufen, sagte Deutschland-Chef Klaus Zellmer am Donnerstag auf einer Pressekonferenz anlässlich der offiziellen Eröffnung des Standorts. Letztes Jahr habe Porsche dieses Ziel schon fast erreicht. „Für dieses Jahr gehen wir davon aus, dass wir die 1.000er-Marke knacken können“, sagte Zellmer.

Im vergangenen Jahr habe Porsche seinen Neuwagenabsatz in Hamburg um mehr als 20 Prozent gesteigert, sagte Zellmer. Damit ist der Metropolmarkt für die Sportwagenmarke stärker gewachsen als der Gesamtmarkt. Deutschlandweit verkaufte Porsche 2014 insgesamt 24.365 Autos – 17,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Über alle Marken hinweg legten die Neuzulassungen um 2,9 Prozent zu. Wichtigste Produktneueinführung Porsches im vergangenen Jahr war das SUV Macan.

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Hamburg Nord-West mit seinen 81 Mitarbeitern – davon 13 Auszubildenden – ist einer von zwei Niederlassungsbetrieben Porsches in Hamburg. Der Hersteller ersetzt beide Standorte durch neue Betriebe und investiert dafür insgesamt 30 Millionen Euro. Der zweite neue Betrieb in repräsentativer, innenstadtnaher Lage am „Alstergate“ soll 2017 oder 2018 an den Start gehen.

Mit einer Gesamtfläche von rund 22.000 Quadratmetern ist das neue, autobahnnahe Porsche-Zentrum Nord-West an der Holsteiner Chaussee einer der größten Standorte in Deutschland und Europa.

Insgesamt stecken Porsche und seine privaten Handelspartner derzeit 200 Millionen Euro in die Erneuerung des Standortnetzes in Deutschland. Nach Angaben Zellmers sind knapp 80 der insgesamt 86 Handelsstandorte in Deutschland auf die neue CI des Herstellers umgestellt. International liegt die Quote bei den rund 800 Porsche-Zentren bei 60 Prozent.

Der Gebrauchtwagenabsatz Porsches in der Hansestadt liegt nach Angaben Zellmers etwa ähnlich hoch wie der Neuwagenabsatz. Im Neuwagengeschäft ist Hamburg nach München mit 1.250 verkauften Einheiten der deutschlandweit stärkste Metropolmarkt für die Stuttgarter Marke.

In absehbarer Zukunft plant Porsche, sein Vertriebsnetz in Deutschland um einen weiteren Standort auf dann 87 zu erweitern, wie Deutschland-Chef Zellmer auf Anfrage von »kfz-betrieb« bestätigte. Dieser Standort solle in Süddeutschland entstehen und von einem privaten Partner betrieben werden. Mit dem neuen Betrieb will Porsche einen sogenannten White Spot besetzen. Genauere Angaben zu dem Standort machte Zellmer nicht. Porsche betreibt sechs der 86 Porsche-Zentren in Eigenregie.

Nach Angaben Zellmers lag Porsche mit Blick auf die Händlerrendite im vergangenen Jahr im Spitzenfeld des Automobilvertriebs. Das durchschnittliche Betriebsergebnis der Handelspartner vor Steuern habe knapp unterhalb der Marke von zwei Prozent gelegen.

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Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«