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Pressebericht: Bis zu 5.000 Stellen bei Audi in Gefahr

| Autor: Viktoria Hahn

Der Audi-Betriebsrat und die Führung des Unternehmens werden sich bezüglich eines Spar- und Zukunftspakets nicht einig. Der Autobauer will einige tausend Arbeitsplätze abbauen – sozialverträglich, wie es heißt. Doch die Mitarbeiter fordern nun eine verlängerte Jobgarantie.

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(Foto: Audi)

Bei Audi herrscht große Diskussion bezüglich der Streichung von bis zu 5.000 Jobs. Laut einem Bericht von „Spiegel Online“ will das Audi-Management schnellstmöglich mit dem Stellenabbau beginnen. Da der jährliche Produktionsausstoß in den beiden Werken in Neckarsulm und Ingolstadt um jeweils 100.000 Fahrzeuge sinken soll, plant die Führung 4.000 bis 5.000 Arbeitsstellen über Altersteilzeit- und Vorruhestandsregelungen abzubauen. Von Entlassungen ist nicht die Rede – offene Stellen sollen lediglich nicht mehr besetzt werden.

Eine Einigung mit den Arbeitnehmervertretern bezüglich eines Zukunftspakets konnte die Audi-Führung bislang trotzdem nicht erreichen. Nach „Spiegel“-Informationen besteht Uneinigkeit über die Art und Menge der betroffenen Jobs. Der Audi-Betriebsrat fordere an erster Stelle ein „Zielbild“ für das Jahr 2025 von der Führungsebene, das klar umreißt, welche Dienstleistungen und Fahrzeuge der Hersteller in Zukunft produzieren möchte und welche Stellen dafür benötigt werden. Weiterbildungen und Umschulungen sollen die Stellenkürzungen abfangen.

Der Betriebsrat fordert weiter, dass die bestehende Jobgarantie bis 2025 um 5 Jahre verlängert wird, was die Unternehmensführung bisher kategorisch ablehnt. Die Audi-Führungsebene scheint trotz allem zuversichtlich zu sein und hat verkündet, dass noch in dieser Woche mit einer Einigung zu rechnen sei. Audi scheint sich den Forderungen der Arbeitnehmer anzunähern und könnte eine Jobgarantie bis 2029 akzeptieren, wenn der Betriebsrat der Senkung der Produktionszahlen in den beiden Werken zustimmt. Außerdem will der Hersteller in Zukunft mehr Ausbildungsplätze anbieten.

Audi steht personell mitten im Wandel. Der Premiumhersteller wird Vorstandschef Bram Schot und weitere Vorstände im April 2020 durch andere Führungskräfte ersetzen. Dann soll der Autobauer von Ex-BMW-Manager Markus Duesmann geleitet und grundlegend restrukturiert werden.

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Über den Autor

 Viktoria Hahn

Viktoria Hahn

Volontärin des Newsdesk von »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG