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PSA-Konzern verdient mehr trotz Absatzeinbruch

| Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Weltweit hat Peugeot im ersten Halbjahr deutlich weniger Autos verkauft als zwölf Monate zuvor. Entsprechend sinkt der Umsatz. Dennoch steht in der Bilanz unter dem Strich ein deutlicher Gewinnzuwachs – auch dank Opel.

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PSA-Chef Carlos Tavares sieht seinen Autokonzern auf einem guten Weg, auch dank des Invests in Opel.
PSA-Chef Carlos Tavares sieht seinen Autokonzern auf einem guten Weg, auch dank des Invests in Opel.
(Bild: Opel)

Der französische Autobauer PSA hat seine Profitabilität im ersten Halbjahr trotz stark sinkender Verkaufszahlen gesteigert. Die um Sondereffekte bereinigte operative Gewinnmarge kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,9 Prozentpunkte auf 8,7 Prozent, wie die Opel-Mutter am Mittwoch in Rueil-Malmaison bei Paris mitteilte. Konzernchef Carlos Tavares zeigte sich mit der Entwicklung zufrieden. Das Unternehmen sei bereit für die Elektromobilität und die nächsten technologischen Herausforderungen.

Der operative Gewinn stieg um fast elf Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 1,8 Milliarden Euro – das waren 351 Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor. Dazu beigetragen hat nach PSA-Angaben zu einem erheblichen Teil die Marke Opel. Das Betriebsergebnis der Rüsselsheimer habe im ersten Halbjahr rund 700 Millionen Euro betragen, sagte PSA-Finanzvorstand Philippe de Rovira. Im Vorjahreszeitraum waren es 502 Millionen Euro gewesen.

Im ersten Halbjahr hatte PSA deutlich weniger Einheiten seiner großen Marken Peugeot, Citroën und Opel an die Kunden ausgeliefert. Die Verkäufe waren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weltweit um 12,8 Prozent auf gut 1,9 Millionen Fahrzeuge abgesackt. Besonders deutlich waren die Peugeot-Verkäufe eingebrochen. Während es in Europa einen kleinen Zuwachs gab, verzeichneten Überseemärkte in Asien oder Lateinamerika deutliche Einbußen.

In der Folge ist der Umsatz der Groupe PSA gesunken: um 0,7 Prozent auf 38,3 Milliarden Euro. PSA führte unter anderem den Rückgang der Verkaufszahlen und negative Währungseffekte als Gründe an.

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