PV Automotive will Handel stärken

Essener Grossist konzipiert neues Vertriebssystem und kooperiert mit freien Teilehändlern

24.09.2007 | Redakteur: Norbert Rubbel

PV-Geschäftsführer Stephan Rahmede (rechts) nutzt das Know-how von Maik Starke im regionalen Markt.
PV-Geschäftsführer Stephan Rahmede (rechts) nutzt das Know-how von Maik Starke im regionalen Markt.

Nach der Devise „maximale Markt- und Kundennähe“ entwickelte der Essener Teilegroßhändler PV Automotive ein neues Handelssystem. Erklärtes Ziel ist, die Sortiments- und Dienstleistungskompetenz zweier unterschiedlicher Partner zu verbinden und zu stärken. „Wir setzen auf ein sehr enges Netzwerk und wollen noch intensiver mit freien Teilehändlern zusammenarbeiten“, sagte PV-Geschäftsführer Stephan Rahmede anlässlich eines Pressegesprächs am 18. September in Essen.

PV sucht Händler, die als so genannte Servicepunkte im Markt agieren. Mit dem neuen Handelssystem will das Unternehmen vor allem die Geschäftsfelder Marketing, Vertrieb, Finanzen und Logistik seiner zukünftigen Systempartner unterstützen. „Dem gegenüber steht ein ebenso klar definierter Pflichtenkatalog. Er reduziert für beide Vertragspartner das unternehmerische Risiko“, erklärt der PV-Geschäftsführer und betont: „Die Teilehändler bleiben selbstständig, ohne dass sie ihre Freiheit und Flexibilität aufgeben müssen.“

Erster Standort

Erster Systempartner ist Maik Starke aus Weinböhla bei Dresden. Seit Mitte September präsentiert sich sein Unternehmen mit dem PV-Logo und der Farbe Blau in der Außen- und Innengestaltung sowie auf allen Auslieferungsfahrzeugen. „PV unterstützt uns in nahezu allen Geschäftsbereichen. Somit können wir uns voll auf unsere Kunden konzentrieren“, so Starke.

„Die Ansprüche der Freien Werkstätten an die Lieferfähigkeit und Sofortverfügbarkeit steigen nahezu täglich“, unterstreicht Rahmede. Diese Anforderungen könne ein Großunternehmen mit einem eigenen Standortnetz allein nicht sicherstellen. „Wir brauchen das zusätzliche Know-how der lokalen Teilehändler, um mit ihnen gemeinsam den Markt und die Kunden noch besser bedienen zu können“, erläutert der Geschäftsführer.

Modulares Konzept

Das neue Systempartnerprogramm ist nicht das erste Handelskonzept des Essener Unternehmens. Seit 1991 versorgen auch Temot-Verbundpartner (TVP) die Werkstattkunden von PV Automotive mit Ersatzteilen. Wie Rahmede betonte, sei das Systempartnerprogramm jedoch kein Nachfolgesystem des etablierten TVP-Konzepts mit seinen 100 Partnern. „Das 2006 modifizierte TVP-Konzept ist modular aufgebaut: Je nach Größe und Geschäftsausrichtung der Teilehändler stellen sich unsere Verbundpartner ihre Leistungsbausteine individuell zusammen. Dagegen verfügen die Teilehändler des Systempartnerprogramms über ein genau festgelegtes Leistungspaket“, erklärt der Geschäftsführer. Mit beiden Handelskonzepten will die PV Automotive ihre Marktposition und die Kooperation mit selbstständigen Unternehmen weiter ausbauen.

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